Prozess um brutalen Überfall auf Donnarumma eskaliert
Der Einbruch bei Torhüter Gianluigi Donnarumma liegt über drei Jahre zurück. Nun sorgt der Gerichtsprozess dazu für einen weiteren Eklat.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Hauptangeklagte Ilyas Kherbouch muss neun Jahre ins Gefängnis.
- Kherbouch soll den Überfall aus seiner Gefängniszelle beauftragt haben.
- Beleidigungen und Streit führten zum zeitweisen Ausschluss des Angeklagten.
Der frühere PSG-Torhüter Gianluigi Donnarumma wurde 2023 Opfer eines brutalen Einbruchs in seiner Pariser Wohnung. Der Fall liegt inzwischen mehr als drei Jahre zurück und wurde diese Woche vor Gericht verhandelt.
Überfall mitten in der Nacht
Am 21. Juli 2023 befindet sich der italienische Nationaltorwart mit seiner damaligen Freundin zu Hause. Die mutmasslichen Täter verschaffen sich durch ein Fenster Zugang zur Wohnung. Donnarumma berichtete später, er sei durch ein Geräusch geweckt und anschliessend mit einem Schlagring geschlagen worden.

Die Täter forderten laut Donnarumma wiederholt Uhren, er zeigte ihnen daraufhin eine Luxusuhr. Auch seine damals schwangere Partnerin Alessia Elefante wurde bedroht und musste Bargeld, eine Uhr sowie Schmuck aushändigen. Die Täter flüchteten mit Bargeld, Uhren, Handtaschen sowie den Schlüsseln zu zwei Autos.
Hauptangeklagter zu neun Jahren verurteilt
Wie «L'Équipe» berichtet, wurde Hauptangeklagter Ilyas Kherbouch am Freitag vom Pariser Strafgericht verurteilt. Der auch als «Ganito» bekannte Mann erhielt neun Jahre Haft.
Der 21-Jährige soll den Überfall aus seiner Gefängniszelle heraus in Auftrag gegeben haben, die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft gefordert. Kherbouch war zuvor im März spektakulär aus dem Gefängnis Villepinte geflohen.

Neben Kherbouch standen zwei weitere Männer vor Gericht, einer von ihnen soll als Ausführender an dem Überfall beteiligt gewesen sein. Zwei damals minderjährige Mittäter waren bereits im Juli separat vor dem Jugendgericht zu drei respektive vier Jahren Haft verurteilt worden.
Eklat im Gerichtssaal
Der Prozess sorgte bereits am ersten Verhandlungstag für Aufsehen. Im Gerichtssaal kam es zu Beleidigungen und Streitigkeiten, woraufhin Kherbouch zeitweise aus dem Saal verwiesen wurde.
Am Ende der zweitägigen Verhandlung verlief die Stimmung deutlich ruhiger.












