Mit einer Entgleisung über afrikanische Fussballer hat der Präsident des SSC Neapel in Italien für Aufsehen und Empörung gesorgt.
Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis sitzt auf der Tribüne.
Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis sitzt auf der Tribüne. - Alessandro Di Marco/ANSA/AP/dpa

Aurelio de Laurentiis kündigte an, künftig Spieler aus Afrika nur noch unter bestimmten Bedingungen verpflichten zu wollen. Er begründete dies damit, dass jene Profis wegen des Afrika-Cups alle zwei Jahre während der Saison mehrere Spiele ausfallen. «Leute, kommt mir nicht mehr mit Afrikanern», sagte der Unternehmer. Er liebe jene Spieler, wolle sie künftig aber nur noch haben, wenn sie ihm schriftlich geben, auf eine Teilnahme am Afrika-Cup zu verzichten.

De Laurentiis ergänzte in dem Video-Interview mit «Wall Street Italia», dass die Vereine die «Dummköpfe» seien, die die Spieler bezahlten, welche dann aber für andere auflaufen würden.

Kritiker werfen dem 73-Jährigen, der immer wieder mit umstrittenen Kommentaren auffällt, Rassismus vor. «Als Kapitän des Senegal muss ich sagen, dass es nicht richtig ist, so über eine afrikanische Mannschaft zu sprechen», sagte Abwehrspieler Kalidou Koulibaly, der jüngst von Napoli zum FC Chelsea gewechselt war. Von den aktuellen afrikanischen SSC-Profis, etwa dem Offensiv-Juwel Victor Osimhen aus Nigeria, gab es zunächst keine öffentliche Reaktion.

«Der Präsident von Napoli hat keinen Respekt vor dem afrikanischen Fussball und unserem Kontinent», sagte der frühere Stürmerstar Roger Milla der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport» (Donnerstag). «Warum Afrika? Warum immer Afrika?», fragte der 70-jährige Kameruner.

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