MotoGP: Steht Pecco Bagnaia bei Ducati vor dem Abgang?
Der Vertrag von Doppel-Weltmeister Pecco Bagnaia bei Ducati in der MotoGP läuft am Saisonende aus. Steht der Italiener vor dem Abschied aus Borgo Panigale?

Das Wichtigste in Kürze
- Pecco Bagnaia muss sich in der MotoGP für 2027 womöglich neu orientieren.
- Die Priorität bei Ducati liegt auf Marc Márquez, der einen neuen Vertrag erhalten soll.
- Bagnaia konkurriert auf dem Fahrer-Markt mit einigen Top-Piloten.
2026 wird in der MotoGP ein spannendes Jahr – aber womöglich eher abseits als auf der Rennstrecke: Die Favoritenrolle gehört auch in diesem Jahr dem Weltmeister Marc Márquez. Im Vorjahr dominierte der Spanier bei seinem Debüt auf der Werks-Ducati nach Belieben. Dass sich das dramatisch ändert, ist eher unwahrscheinlich.
Aber für Spannung ist gesorgt, weil bei fast allen Fahrern die Verträge am Saisonende auslaufen. Zahlreiche Top-Piloten sind zu haben – darunter KTM-Superstar Pedro Acosta oder Ex-Weltmeister Fabio Quartararo. Und auch beim Ducati-Duo ist für 2027 noch nichts unterschrieben.

Zumindest bei Marc Márquez soll aber noch vor dem Saison-Auftakt in Thailand Klarheit herrschen: Der Spanier soll sich mit Ducati gemäss übereinstimmenden Medienberichten über eine Verlängerung weitgehend einig sein. Bei Ducati macht man keinen Hehl daraus, dass ein neuer Deal für den Weltmeister oberste Priorität ist.
Verändertes Machtgefüge in der MotoGP
Aber was bedeutet das für seinen im Vorjahr in die Krise gestürzten Teamkollegen? Sicher ist nur, dass Bagnaia selbst bei einem Ducati-Verbleib deutliche Einbussen hinnehmen müsste. Was der Hersteller aus Borgo Panigale zu zahlen imstande ist, das wird grösstenteils auf das Salär von Márquez entfallen.

Und nach der Seuchen-Saison 2025 stehen hinter Bagnaias langfristigen Erfolgsaussichten bei Ducati ohnehin Fragezeichen. Als absolutes Über-Talent auf dem Level von Márquez, Acosta oder Quartararo galt der Italiener nie. Und die Anschuldigung, seine WM-Titel primär dem Material zu verdanken, konnte er im Vorjahr auch nicht entkräften.
Bagnaia bei Ducati keine Priorität mehr?
Bei Ducati dürfte Bagnaia in der Prioritäten-Liste jedenfalls nach hinten rutschen. Pedro Acosta gilt als Wunsch-Lösung beim italienischen Hersteller, zumal bei KTM ein Rückzug aus der Königsklasse im Raum steht. Und auch Yamaha-Superstar Fabio Quartararo hätte vermutlich grosses Interesse an einem Weltmeister-Motorrad.

Und Bagnaia? Eine mögliche Destination für den Doppel-Weltmeister könnte Aprilia sein, wo ein Abgang von Jorge Martin erwartet wird. Honda lockt den Spanier nach wie vor mit einem lukrativen Angebot. Bei Aprilia würde das aktuell zweitbeste Motorrad der MotoGP auf Bagnaia warten – und sein VR46-Kumpel Marco Bezzecchi als Teamkollege ...
















