Nach Rassismusvorfällen: Acht Männer in England festgenommen

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    Grossbritannien,

    In England sind acht Männer festgenommen worden, die unter Verdacht stehen, einen Fussball-Profi auf Twitter rassistisch beleidigt zu haben.

    Eine Eckfahne mit dem Logo von Manchester United. Foto: Alex Pantling/PA Wire/dpa
    Eine Eckfahne mit dem Logo von Manchester United. Foto: Alex Pantling/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die rassistischen Äusserungen waren vom Online-Meldetool von Manchester United aufgegriffen und an die Polizei weitergeleitet worden.

    Wie die Premier League mitteilte, seien zudem vier weitere Personen verhört worden. Auslöser des Ganzen war, dass während des Spiels zwischen Manchester United und Tottenham Hotspur am 11. April «ein namentlich nicht genannter Spieler mit einer Reihe offensiver und rassistischer Äusserungen auf Twitter ins Visier genommen wurde». Die zwölf Männer aus England und Wales haben mit ihren Aktionen «Rassenhass» schüren wollen, hiess es in der Mitteilung.

    Die rassistischen Äusserungen waren vom Online-Meldetool von Manchester United aufgegriffen und an die Polizei weitergeleitet worden. Die Polizei arbeitete sowohl mit Fussballclubs als auch mit Social-Media-Unternehmen und anderen Polizeikräften zusammen, um die Täter zu identifizieren. «Es gibt keinen sicheren Hafen für diese Art von missbräuchlichem Verhalten und wir sind entschlossen, entschlossene Massnahmen zu ergreifen, um es auszurotten», sagte Kriminalkommissar Matt Simpson.

    Die Polizeiaktion fand statt, nachdem Englands Fussball-Clubs vom 30. April und bis zum 3. Mai mit einem gemeinsamen Social-Media-Boykott gegen rassistische Beleidigungen und Anfeindungen in den sozialen Netzwerken protestierten. Die Aktion soll die Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram betreffen. Die Plattformen müssten mehr gegen den Hass im Netz unternehmen und zeigen, wie wichtig der fortwährende Kampf gegen Diskriminierung sei, hiess es da.

    Zahlreiche Spieler englischer Clubs hatten zuletzt rassistische Angriffe in den sozialen Medien erlebt, darunter Marcus Rashford und Sadio Mané. Auch der englische Nationalspieler Jude Bellingham von Borussia Dortmund war betroffen.

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