Schweizer Cup: Hier droht Stolpergefahr für Super-League-Teams
Der Schweizer Cup legt mit der 1. Runde los. Setzen sich die Teams der Super League locker durch? Vorsicht: Es gibt durchaus Partien mit Stolper-Potenzial!

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Zürich eröffnet die 1. Cup-Runde am Freitag um 19.30 Uhr gegen Tuggen.
- Bis Sonntag stehen alle Teams aus der Super League im Einsatz.
Ab Freitag geht es los im Schweizer Cup! Wie immer in den ersten Runden treffen Profis auf Amateure – trotzdem sind immer wieder Überraschungen möglich.
Wir blicken auf die Einsätze der zwölf Teams aus der Super League. Wer muss sich vor Stolpergefahr in Acht nehmen?
Freitag
19.30 Uhr: FC Tuggen (1.) – FC Zürich
Gleich die erste Partie mit Super-League-Beteiligung bietet Stolpergefahr. Erstligist Tuggen kratzt seit Jahren an der Rückkehr in die Promotion League, startet mit einem 3:0 über Widnau in die neue Saison.

Erst 2024 trafen die beiden Teams in der ersten Cup-Runde aufeinander, damals gewinnt der FCZ mit 3:0. Die Zürcher reisen jetzt aber nach einer 0:5-Pleite im Tessin zum Underdog. Was macht das mit der Psyche? Im Normalfall setzt sich die Qualität durch – aber
Stolpergefahr: 25 Prozent
20.15 Uhr: FC Kosova NE (2.) – Lausanne-Sport
Gegen YB gelingt Lausanne in Überzahl eine Reaktion: Die Waadtländer holen ein 0:2 auf. Mit dem Remis tankt das Team von Luka Elsner Moral. Gegen den Zweitligisten aus Neuenburg dürfte es für Lausanne aber so oder so reichen.
Stolpergefahr: 1 Prozent
Samstag
15 Uhr: FC Bavois (PL) – Servette
Aufgepasst, Servette: Mit Miguel Rodrigues (29) steht ein ehemaliger Servettien als Abwehrchef im Bavois-Kader. Zudem hat auch José Aguilar (25, Ex-Sion) Profi-Minuten in den Beinen. Den Saisonauftakt gegen Bellinzona gewinnt Bavois zudem 3:0, gegen die U21 des FCZ gibt's ein 2:2.

Die Grenats werden den Rückenwind aus dem ersten Saisonsieg gegen GC mitnehmen müssen. Fehler könnten vom Club aus der Promotion League ausgenutzt werden.
Stolpergefahr: 25 Prozent
16 Uhr: FC Liestal (2. Int) – YB
Zwar ist der Cup nicht unbedingt der Lieblings-Wettbewerb der Berner. Aber einerseits dürfte der Gegner aus der 2. Liga kein Gradmesser sein.

Und andererseits werden die Berner Spielern eine Chance geben, die bisher noch kaum zum Einsatz kamen. Ohne Europacup wollen diese die Bühne im Cup nutzen, um sich zu zeigen.
Stolpergefahr: 1 Prozent
16 Uhr: FC Courtételle – FC Basel
Erstligist Courtételle hat sich im Vorjahr wacker gegen YB gewehrt: Nach 57 Minuten gelingt den Jurassiern sogar der Ausgleich zum 1:1. Erst in der YB-Viertelstunde drehen die Favoriten auf und gewinnen mit 4:1.

Der FC Basel ist also gewarnt und dürfte den Gegner ernst nehmen. Einzig das Testspiel gegen Barcelona am Tag darauf könnte die Bebbi vielleicht ablenken.
Stolpergefahr: 2 Prozent
18 Uhr: FC Regensdorf (2.) – GC
7:1, 6:0 und 5:0 lauten die Resultate der letzten Testspiele des Zweitligisten Regensdorf. Das Team von Ex-FCZ und Aarau-Profi Beat Studer (57) ist in Form! Trotzdem dürfte der Interregio-Absteiger gegen die Hoppers kaum eine Chance haben.

Das zeigte sich bereits vor zwei Jahren: Damals gewinnt GC gegen Regensdorf in der 1. Runde gleich mit 9:0. Ein Beleg für die Schnelllebigkeit des Fussballs, insbesondere bei GC: Von der damaligen Schällibaum-Startelf ist kein Spieler mehr für die Hoppers aktiv.
Immerhin: Mit Amir Abrashi, Simone Stroscio und Tim Meyer werden drei GC-Profis eingewechselt, die auch heute noch dabei sind.
Stolpergefahr: 1 Prozent
Sonntag
15 Uhr: FC Kerzers (2.) – FC Sion
Der Fribourger Zweitligist steht erstmals in der 1. Cup-Runde. Mit Trainer Rolf Rotzetter steht ein ehemaliger YB-Spieler an der Seitenlinie.

Auf den FC Kerzers wartet ein Fussball-Fest – gegen die Cup-Spezialisten aus dem Wallis wird aber nichts auszurichten sein.
Stolpergefahr: 1 Prozent
15 Uhr: SC Buochs (1.) – FC Luzern
Ein Fest wartet auch in der Innerschweiz: Erstligist SC Buochs empfängt den grossen FC Luzern. Dass Buochs zu Sensationen fähig ist, wurde schon bewiesen: In der Saison 2014/15 schaltet der Underdog YB aus und scheitert erst im Viertelfinal am FCSG. Und 2021 muss der FCL bereits einmal gegen Buochs ran – und muss in die Verlängerung.

Zudem kommt es in der Innerschweiz zum Bruderduell: Bung Tsai Freimann trifft mit Buochs auf seine Brüder Bung Hua und Bung Meng, die beim FCL spielen.
Bei den Luzernern stellt sich zudem die Frage: Darf Goalie Simon Simoni im Cup ran? Nach drei Patzern in den ersten drei Spielen würde ihm ein Erfolgserlebnis nicht schaden. Ansonsten steht Raphael Radtke bereit, der mit Biel 2025 in den Final einzog.
Und wären das nicht schon genug spannende Geschichten vor dem Cup-Spiel: Radtke spielte einst leihweise für Buochs.
Stolpergefahr: 10 Prozent
15 Uhr: FC Thalwil (1.) – FC St.Gallen
Traumlos für den FC Thalwil: Der Erstligist darf gegen Titelverteidiger FCSG ran. Für den Ex-Club von YB-Star Christian Fassnacht ist es die erste Hauptrunden-Teilnahme seit 2010. Damals scheiterte man nach Verlängerung 0:4 am FC Wil.

Der FC St.Gallen dürfte sich trotz zuletzt müden Beinen keine Blösse geben. Schliesslich peilt man bei den Espen die Titelverteidigung an.
Stolpergefahr: 1 Prozent
16 Uhr: Vedeggio Calcio (2.) – FC Lugano
Zum dritten Mal steht der Zweitligist Vedeggio in der ersten Cup-Hauptrunde. 2012 (0:5) und 2014 (0:2) scheitern die Tessiner jeweils an GC. Jetzt kommt es zum Duell mit dem grossen Kantons-Aushängeschild.

Für Lugano wird es darum gehen, auf das Erstrunden-Aus im Vorjahr (2:3 in Cham) zu reagieren. Schliesslich hatte sich das Croci-Torti-Team mit drei Finalteilnahmen (1 Sieg) zwischen 2022 und 2024 zum Cup-Spezialisten gemausert.
Stolpergefahr: 1 Prozent
16 Uhr: FC Saxon Sports (2.) – FC Thun
Zum vierten Mal seit 2020 steht Saxon Sport in der ersten Runde. Und nach Niederlagen gegen Spiez, Meyrin und Le Locle ziehen die Walliser jetzt endlich das grosse Los: Der Meister aus Thun reist an.

Für den Zweitligisten wird gegen die Berner Oberländer nichts zu holen sein. Kommt dazu: Die Thuner haben aus ihrer Märchen-Saison noch einen «Tolggen» aus dem Reinheft zu streichen: Letzten Sommer ist in der 1. Runde gegen Breitenrain nämlich Endstation.
Stolpergefahr: 1 Prozent








