Lionel Messi: Spanier wollen ihm royalen Preis entziehen
Auf Lionel Messi wartet im Land des WM-Finalgegners eine hohe Auszeichnung. Nach den Ereignissen in New York suchen einige Spanier nun die Aberkennung.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Oktober wird Lionel Messi in Spanien mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis geehrt.
- Mittels Petitionen formiert sich Widerstand: Messi soll der Preis verwehrt bleiben.
- Grund soll «unsportliches» Verhalten an der WM gewesen sein, finden die Petitionäre.
Im Oktober wird Lionel Messi in Spanien eine grosse Ehre zuteil. Dem Argentinier wird wegen seiner aussergewöhnlichen Fussball-Karriere den renommierten Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sport verleiht.
Der Entscheid, dass die royale Auszeichnung an den 39-Jährigen geht, steht seit Anfang Juni fest.

Doch seit dem Final der WM 2026 formiert sich in Spanien Widerstand. Auf der Plattform «change.org» wurden kurz nach dem WM-Final mindestens 30 Petitionen lanciert.
Lionel Messi «unsportlich»
Sie fordern: Die Vergabe an Messi soll zurückgezogen, widerrufen oder überdacht werden. Das berichtet die spanische Nachrichtenagentur Europa Press. Die Petitionäre beklagen «unsportliches» Verhalten während und nach der WM 2026.
Im Fokus stehen die Ereignisse unmittelbar nach dem Final, den Messis Argentinien gegen Spanien 0:1 verlor.

Sekunden nach dem Schlusspfiff kam es zu Tätlichkeiten einiger argentinischer Akteure. Bei der anschliessenden Pokalübergabe standen die Argentinier dann vor ihren Fans. In Spanien hätte man stattdessen lieber Applaus für die Weltmeister gesehen.
Die Petitionäre finden daher, Messis Verhalten sei «unsportlich». Der Auftritt entspreche nicht den Werten von Respekt und Fairplay, die der Preis erfordere. Laut Europa Press sammelte eine der Petitionen über 1500 Unterschriften.
Renommierter Preis
Beim Prinzessin-von-Asturien-Preis handelt es sich um eine hochrangige Auszeichnung, die jährlich vergeben wird.

Einzelpersonen, Institutionen oder Gruppen aus der ganzen Welt können den Preis in acht Kategorien erhalten: Kunst, Literatur, Sozialwissenschaften, Kommunikation und Geisteswissenschaften, Eintracht, internationale Zusammenarbeit, wissenschaftliche und technische Forschung und Sport.
















