Fussball-Zweitligist Holstein Kiel muss aufgrund der finanziellen Einbussen durch die Coronavirus-Pandemie seinen Sparkurs fortsetzen.
Muss bei Holstein Kiel sparen: Sportchef Uwe Stöver. Foto: Tom Weller/dpa
Muss bei Holstein Kiel sparen: Sportchef Uwe Stöver. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verluste pro Geisterspiel betragen zwischen 150.000 und 200.000 Euro und summieren sich in der gesamten Saison auf 2,5 Millionen bis 3,4 Millionen Euro.

«Wir werden auch in der kommenden Saison den Gürtel noch mal enger schnallen müssen», sagte Sportchef Uwe Stöver den «Kieler Nachrichten» und ergänzte: «Wir werden den Etat für die erste Mannschaft zur neuen Saison um etwa eine Million Euro reduzieren, nachdem wir ihn im vergangenen Sommer bereits um ungefähr zwei Millionen Euro reduziert haben.»

Die Verluste pro Geisterspiel betragen zwischen 150.000 und 200.000 Euro und summieren sich in der gesamten Saison auf 2,5 Millionen bis 3,4 Millionen Euro. Dazu kommen Kosten für Testungen und die Umsetzung des Hygienekonzepts. «Aufgrund der Pandemie haben die 36 Clubs schon in der Saison 2020/21 knapp 190 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant erhalten. In der kommenden Spielzeit werden die Einnahmen der Vereine aufgrund des geringeren Ergebnisses aus der Verwertung der Medienrechte, die ab der Saison 2021/22 gelten, um weitere etwa 200 Millionen Euro verringert werden», sagte Stöver.

Gehaltskürzungen sind weiterhin ein Thema bei Holstein Kiel. «Das geht nur über eine Anpassung von Verträgen, sowohl bei laufenden als auch bei Neuzugängen», sagte Stöver. Auch die zusätzlichen Pokaleinnahmen von bislang vier Millionen Euro können die Verluste nicht auffangen.

Der Sparzwang kann nur aufgehoben werden bei Aufstieg in die Bundesliga. Im Oberhaus würde es «selbstredend einen höheren Etat geben», sagte Stöver. Die Rede ist von einem Festbetrag von etwa 24,7 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu erhält ein Zweitligist etwa 6,9 Millionen Euro. Als Tabellenvierter mit drei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und zwei Nachholspielen sind die Kieler gut im Rennen. Viele Profi-Verträge gelten für beide Ligen, acht Verträge laufen aus. Mit jenen Spielern werden derzeit Verhandlungen über Verlängerungen geführt.

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