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    Hertha und Schalke mit Zeichen gegen Rassismus

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    Deutschland,

    Der DFB-Pokal wirkt nach. Hertha BSC und der FC Schalke 04 setzen in ihren Bundesliga-Spielen Zeichen gegen Rassismus.

    Schalke bekennt sich vor dem Spiel gegen Paderborn gegen Rassismus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
    Schalke bekennt sich vor dem Spiel gegen Paderborn gegen Rassismus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vier Tage nach dem von Rassismus-Vorwürfen begleiteten Achtelfinale im DFB-Pokal haben Hertha BSC und der FC Schalke 04 Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung gesetzt.

    Im Berliner Olympiastadion waren vor dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 Hunderte Plakate mit dem Namen von Jordan Torunarigha sowie dessen Rückennummer 25 zu sehen. Der 22-Jährige, der nach eigener Aussage am Dienstag auf Schalke (2:3 n.V.) rassistisch beleidigt worden war, stand in der Startformation. Die Hertha-Profis liefen mit einem weissen oder schwarzen Strich im Gesicht auf.

    «Wir sind, das finde ich schon, mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung aufgefordert gegenzusteuern», sagte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz beim Pay-TV-Sender Sky. «Es ist wichtig, in diesen Situationen zusammenzustehen. Das ist eine wichtige Botschaft an den Spieler.» Torunarigha hat inzwischen mit Unterstützung seines Berliner Clubs Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Der DFB-Kontrollausschuss und die Polizei Gelsenkirchen ermitteln.

    Auf Schalke brachten die Anhänger und der Verein vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn mit verschiedenen Aktionen ihr «Engagement für ein vielfältiges und buntes Blau-Weiss» symbolisch zum Ausdruck. Das Motto lautete: «Steht auf, wenn ihr Schalker seid. Steht auf, wenn ihr Menschen seid.»

    So wurden auf Anregung der Fan-Szene regenbogenfarbene Eckfahnen als Zeichen gegen Homophobie entworfen. Die Mannschaft betrat den Rasen mit «#stehtauf»-Auflaufshirts, und auf der Kapitänsbinde von Omar Mascarell war ebenfalls dieses Motto zu lesen.

    Die Schalker Verantwortlichen hatten sich angesichts der Vorwürfe bestürzt gezeigt und volle Unterstützung zugesagt. «In der Zwischenzeit haben wir sämtliches Material ausgewertet. Leider ist aus dem Filmmaterial nicht sehr viel zu ziehen, zumindest keine Person zu identifizieren», sagte Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst am Samstag. «Das heisst aber nicht, dass wir dem Spieler und seinen Aussagen keinen Glauben schenken. Im Gegenteil: Wir setzen alles daran, um das vollumfänglich auszuwerten und dann entsprechend zu reagieren.»

    Eine etwaige Strafe durch den DFB werde der Club in jedem Fall akzeptieren. Der Vorfall soll sich in der 84. Minute vor der Schalker Südkurve rund um den Block S5 ereignet haben.

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