Freude herrscht bei Hansi Flick nach dem Sieg im WM-Qualifikationsspiel über Armenien. Der Blick geht nach vorne.
Bundestrainer Hansi Flick war zufrieden mit dem Auftritt des DFB-Teams. Foto: Tom Weller/dpa
Bundestrainer Hansi Flick war zufrieden mit dem Auftritt des DFB-Teams. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland besiegt am Sonntagabend in der WM-Qualifikation Armenien mit 6:0.
  • Es ist ein schönes Gefühl wieder vor mehr als 18’000 Zuschauern zu spielen.
  • Am Mittwoch steht das Spiel gegen Island an.

Hansi Flick freut sich über seine geglückte Heimpremiere mit einem halben Dutzend Treffern. Lob bekommen vom Bundestrainer die Offensivkräfte von Gnabry bis Adeyemi.

Wie fällt Ihr Fazit nach dem klaren Sieg aus? Sind alle Pläne aufgegangen?

 Wir haben uns für dieses Spiel zwei Dinge vorgenommen. Zum einen, dass wir uns mit einem Sieg die Tabellenführung holen. Das Zweite war, dass wir den nächsten Schritt machen wollen. Wir wollten einfach einen Fussball spielen, der begeistert, einen Fussball spielen, der Freude macht, Freude auf mehr.

Die Fans waren begeistert. Wie wichtig war es, wieder vor mehr als 18’000 Zuschauern zu spielen?

Ich habe es im Vorfeld gesagt, dass ich an Stuttgart sehr gute Erinnerungen habe, weil hier eine tolle Stimmung ist. Heute war das genau so, das war so ein Miteinander.

Die Mannschaft mit einer tollen Leistung, die Zuschauer mit einer begeisternden Atmosphäre.Ja, da hat man schon ein bisschen Gänsehaut bekommen, weil man das lange nicht mehr erlebt hat. Deswegen muss man ein Kompliment sagen an Stuttgart, an die Fans, die im Stadion waren.

Stuttgart
Begeisterte Fans beim WM-Qualifikationsspiel in Stuttgart. - Keystone

Karim Adeyemi traf bei seinem Debüt. Was zeichnet ihn aus?

 Er hat gezeigt, was er schon in Salzburg zu Beginn der Saison gezeigt hat. Nähmlich, dass er im Strafraum einfach ein guter Vollstrecker ist und sehr selbstbewusst agiert. Deswegen freut es mich, dass er das Tor gemacht erzielte. Es liegt weiterhin noch viel Arbeit vor ihm, aber er macht es gut wie alle anderen Spieler.

Sie hatten eine Youngster-Fraktion auf dem Platz. Ist das die Zukunft?

Florian Wirtz wurde eingewechselt. Jamal Musiala hat bei Bayern schon viele Spiele. Sie haben gezeigt, was sie für ein Talent haben. Genauso wie David Raum, der ein bisschen weniger gespielt hat und trotzdem zu erkennen gegeben hat, wo seine Stärken sind.

Das ist eine Sache, die wichtig ist, weil man immer wieder Alternativen braucht auf den Positionen. Das tut ganz gut und ist für die Mannschaft ein guter Prozess, der da eingeleitet wird. Deswegen können wir mit dem Kader sehr zufrieden sein.

WM-Qualifikation
Viele Youngsters im Kader der Mannschaft. - Keystone

Wie hat Tor-Garant Serge Gnabry nach der enttäuschenden EM wieder zu alter Stärke gefunden?

Er ist sehr gut in die Saison gestartet bei Bayern München und hat das mitgenommen in die Nationalmannschaft. Von daher sind wir happy, dass er mit dem 1:0 die Tür geöffnet hat für einen tollen Fussballabend. Ich glaube, das war wichtig, weil es der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben hat. Es war ein Impuls, den man gebraucht hat.

Leroy Sané stand im Fokus. Wir bewerten Sie seine Leistung?

 Ich habe schon Ansätze in München und ebenfalls in Liechtenstein gesehen. Er hat in den Matchs bewiesen, was für eine Qualität er hat. Ich freue mich, wenn er so agil und aktiv ist. Weil er dann mit einer Leichtigkeit unterwegs, die schon beeindruckend ist.

Im Moment hat man das Gefühl, er hat sehr viel Selbstvertrauen. Genau das ist es, was er braucht. Er ist auf einem richtig guten Weg.

WM-Qualifikation
Leroy Sané mit gelungener Leistung im Spiel gegen Armenien - Keystone

Noch ist das Neun-Punkte-Ziel für den Länderspiel-Dreierpack nicht erreicht. Wie geht es weiter Richtung Island-Spiel am Mittwoch?

 Das Spiel ist jetzt schon wieder beendet. Es geht der Blick nach Island. Da fokussiert zu sein, das ist für uns, für einen Leistungssportler, absolut das Wichtigste, da auch wieder Leistung zu bringen.

Deswegen ist das die Aufgabe, die wir ab Dienstag angehen. Jetzt gucken wir auf die neuen Aufgaben.

Nach dem Liechtenstein-Spiel gab es Kritik, heute grossen Jubel. Wo steht die Mannschaft wirklich?

 Wir haben im Spiel gegen Liechtenstein viele Dinge gut gemacht, viele aber auch nicht. Auf die Positionierung habe ich heute grossen Wert gelegt. Wie können die Räume frei gespielt werden? Das war für uns wichtig.

Wir wollen einfach zeigen, dass wir einen tollen Fussball spielen können. Ebenfalls soll zu sehen sein, dass die Mannschaft die Präzision im Abschluss hat und das Vertrauen in ihre Qualität. Das hat man gesehen, das haben wir besser gemacht.

Deswegen ist das auch ein Massstab. Das wird so sein, dass das der Massstab ist. Wir haben noch einiges vor.

Können Sie auch mit Kai Havertz und Robin Gosens planen? Fliegen alle Spieler mit nach Reykjavik?

 Wir nehmen alle Spieler mit. Kai Havertz hat schon wieder trainiert, nicht auf dem Platz, aber auf dem Fahrrad. Bei Robin Gosens ist alles besser, er war schon auf dem Platz. Wir gehen davon aus, dass alle mitfahren.

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