Gianni Infantino: Jetzt stellt die Uefa dem Fifa-Boss ein Ultimatum
Die Uefa fordert von Fifa-Präsident Gianni Infantino Antworten auf 42 brisante Fragen. Auch Donald Trump spielt eine Rolle.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Uefa verlangt von Fifa-Boss Gianni Infantino Aufklärung.
- Im Zentrum stehen unter anderem Geschäfte mit dem Umfeld von Donald Trump.
- Bis zum 2. November muss die Fifa Antworten liefern.
Jetzt wird es ungemütlich für Gianni Infantino (56)!
Der Schweizer steht als Präsident des Weltfussballverbands Fifa massiv unter Druck. Grund dafür ist ein Machtkampf mit der Uefa.
Diese hat genug von den Alleingängen des Fifa-Bosses. In einem Schreiben fordert sie Antworten auf nicht weniger als 42 Fragen. Das berichten mehrere englische Medien.
Besonders brisant: Auch Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump (80) steht im Fokus.
Uefa will Antworten von Gianni Infantino
Konkret geht es unter anderem um die Pläne, Anteile an den WM-Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen. Dabei soll Infantino ohne ausreichende Rücksprache mit den zuständigen Fifa-Gremien vorgegangen sein.
Eine wichtige Rolle spielte die Investmentfirma Thrive Capital. Deren Chef Joshua Kushner ist der Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Nach heftiger Kritik wurde das Vorhaben mittlerweile auf Eis gelegt. Doch für die Uefa ist die Angelegenheit damit längst nicht erledigt. Sie fordert eine unabhängige Untersuchung.
Auch Trump sorgt für Wirbel
Und es gibt weitere Streitpunkte. So will die Uefa wissen, weshalb Infantino dem US-Präsidenten den erstmals vergebenen Fifa-Friedenspreis verlieh. Offenbar geschah dies ohne Zustimmung des Fifa-Councils.
Auch ein millionenschwerer Mietvertrag für Büroräumlichkeiten im Trump Tower in New York wirft Fragen auf.

Dazu kommen mögliche Interessenkonflikte bei Sponsoring-Deals und Gespräche über eine Fifa-Kryptowährung.
Die Uefa verlangt nun Transparenz. Bis zum 2. November soll der Weltverband sämtliche Fragen beantworten und entsprechende Dokumente vorlegen.
Muss Infantino um seinen Job zittern?
Der Zeitpunkt ist für den Fifa-Präsidenten alles andere als günstig.
Im März 2027 steht die nächste Präsidentenwahl an. Bereits zuvor hatten europäische Funktionäre den Rücktritt des Schweizers gefordert.
Infantino selbst weigert sich, seinen Posten freiwillig zu räumen. Ob der Machtkampf mit der Uefa für den 56-Jährigen ernsthafte Konsequenzen hat, bleibt abzuwarten.
















