Trainer Christian Streich vom SC Freiburg erwartet in der Fussball-Bundesliga am Wochenende und im DFB-Pokal-Finale in einem Monat hohe Hürden.
Sieht den kommenden Gegner Gladbach mit «Wut im Bauch»: Freiburgs Trainer Christian Streich.
Sieht den kommenden Gegner Gladbach mit «Wut im Bauch»: Freiburgs Trainer Christian Streich. - Tom Weller/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Freiburgern, die durch das 3:1 beim Hamburger SV erstmals ins Endspiel des DFB-Pokals eingezogen sind, gehe es nun vor allem darum, «wieder Energie reinzubringen».

«Wir brauchen eine richtig gute Leistung», sagte der 56 Jahre alte Coach zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Die Gäste hätten «sicherlich Wut im Bauch, weil sie das Derby verloren haben», betonte Streich mit Blick auf Gladbachs 1:3 gegen den 1. FC Köln zuletzt. Zudem verlor die Borussia das Liga-Hinspiel gegen Freiburg im Dezember mit 0:6. «Natürlich wollen sie diesen Tag vergessen machen. Das ist ja klar», sagte der SC-Trainer. «Das wäre bei uns auch so.»

Bei den Freiburgern, die durch das 3:1 beim Hamburger SV erstmals ins Endspiel des DFB-Pokals eingezogen sind, gehe es nun vor allem darum, «wieder Energie reinzubringen». Sowohl taktisch als auch personell müsse man die richtige «Balance finden, um kräftemässig hinzukommen», sagte Streich. Yannik Keitel, Kevin Schade und Manuel Gulde fallen gegen Gladbach weiter aus. Der Einsatz von Lukas Kübler, der beim HSV kurzfristig ausgefallen war, ist noch offen.

Im Pokalfinale am 21. Mai in Berlin sieht Streich seine Mannschaft trotz ihrer bisher überragenden Saison als Aussenseiter. «Leipzig ist der klare Favorit», betonte Freiburgs Coach. Union Berlin habe es bei der 1:2-Niederlage im Halbfinale «klasse gemacht». RB habe aber eben «die Qualität, auch so ein Spiel, das so schwer ist für sie und in dem sie nicht so zur Entfaltung kommen, für sich zu entscheiden.»

Im Sommer erwartet Streich keine grossen personellen Veränderungen. Stattdessen rechnet der 56-Jährige mit dem Verbleib vieler Leistungsträger beim badischen Fussball-Bundesligisten. «Die meisten haben Verträge und fühlen sich sehr wohl», sagte Streich. «Sie sind in einem sehr guten Verein, erfolgreich sind sie auch», fügte der SC-Coach hinzu, «da muss erst mal einer attraktiver sein.»

Derzeit wird vor allem Verteidiger Nico Schlotterbeck wöchentlich mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund oder Bayern München in Verbindung gebracht. Der 22-Jährige selbst hat nach dem Freiburger 3:1-Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale beim Hamburger SV erneut betont, dass er erst nach der Saison eine Entscheidung über seine Zukunft treffen werde. Möglicherweise hängt die auch vom Abschneiden des SC ab, der sich sogar noch für die Champions League qualifizieren kann.

Ausserdem wüssten laut Streich viele Spieler zu schätzen, «dass sie in einer intakten Mannschaft und einem intakten Umfeld ihrem Beruf nachgehen können». Neben den finanziellen Aspekten sei für sie auch wichtig, dass sie sich wohlfühlen, so der Trainer der Badener.

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