FIFA

    Fifa soll Verantwortung für Arbeiter in Katar übernehmen

    Keystone-SDA
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    Costa Rica,

    Human Rights Watch appelliert an die Fifa, Verantwortung für die Arbeiter zu übernehmen, die am Bau der WM-Infrastruktur beteiligt waren.

    katar wm 2022
    Human Rights Watch sieht den Weltfussballverband Fifa in der Pflicht, Verantwortung für die am Bau der WM-Infrastruktur in Katar beteiligten Arbeiter zu übernehmen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Nariman El-Mofty

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Fifa wird dazu aufgerufen, Verantwortung für die Arbeiter in Katar zu übernehmen.
    • Dabei geht es um Tote beim Stadionaufbau und bei der Infrastruktur der WM.
    • Human Rights Watch sieht es deshalb als eine moralische und rechtliche Verpflichtung.

    Human Rights Watch sieht den Weltfussballverband Fifa in der Pflicht, Verantwortung für die am Bau der WM-Infrastruktur in Katar beteiligten Arbeiter zu übernehmen.

    «Bei der Fifa können sie nicht einfach sagen: Wenn die Regierung nicht mitmacht, entziehen wir uns der Verantwortung», sagte der Deutschland-Direktor der Menschenrechtsorganisation, Wenzel Michalski, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).

    «Es geht nicht nur um die Toten beim Stadionbau, sondern insgesamt bei der Errichtung der Infrastruktur für die WM», sagte Michalski. «Das ist nicht nur eine moralische, sondern eine rechtliche Verpflichtung. Der Arbeitgeber muss aufkommen für Familien der Arbeitnehmer, die verstorben oder nun arbeitsunfähig sind.»

    Zahlung von 437 Millionen Franken gefordert

    Gemeinsam mit Amnesty International fordert die Menschenrechtsorganisation eine Zahlung von 440 Millionen Euro (rund 437 Millionen Franken). Katar und die Fifa sollen für die Gastarbeiter aufkommen, die auf WM-Baustellen ausgebeutet wurden oder ums Leben kamen. Die Summe entspricht den Preisgeldern für die an der WM teilnehmenden 32 Nationalmannschaften.

    amnesty international
    Amnesty Intenational. - Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

    Katar steht als WM-Gastgeber wegen der Menschenrechtslage in dem Golfemirat in der Kritik. Die WM beginnt am 20. November. Es ist das erste Mal, dass die Fussballweltmeisterschaft in einem arabischen Land ausgetragen wird – und das erste Mal nicht im Sommer, sondern am Jahresende.

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