Die englische Fussball-Europameisterin Chloe Kelly hat verraten, dass sie ihren Torjubel nach dem 2:1-Siegtreffer im Finale gegen Deutschland schon vorher geplant hatte.
Trikot ausgezogen und durchgedreht: Englands Torschützin Chloe Kelly.
Trikot ausgezogen und durchgedreht: Englands Torschützin Chloe Kelly. - Rui Vieira/AP/dpa

«Ich war bereit, das Trikot ausziehen und durchzudrehen», berichtete Kelly in der TV-Sendung «Good Morning Britain» des britischen Senders itv. «Im Männer-Fussball würden die genau dasselbe machen, warum sollte ich das als Frau nicht können? Ich glaube, in dem Moment hat jede England-Spielerin und jeder England-Fan dasselbe gefühlt.»

«Die beste Gelbe Karte, die ich jemals bekommen habe»

Ihr Jubel im Sport-BH war aus englischer Sicht eine der Szenen des Endspiels im Wembley-Stadion und danach auf den Titelseiten vieler britischer Zeitungen zu sehen. Bevor sie das Trikot auszog, hatte die 24-Jährige allerdings kurz gezögert. «Ich hab zur Schiedsrichterin geschaut und gedacht: Was entscheidet sie jetzt, Freistoss oder Tor? Wegen Videobeweis und so denkt man sich, man will nicht zu früh jubeln, man muss sich sicher sein», so Kelly. «Ich hatte mein Shirt gepackt und gedacht: zieh ich es jetzt aus, oder was?»

Nach kurzer Rücksprache mit ihren Assistentinnen gab Schiedsrichterin Kateryna Monzul den Treffer in der 110. Minute - und Kelly liess ihrer Freude freien Lauf. Dass sie für ihren Jubel eine Gelbe Karte kassierte, war ihr egal. «Das ist die beste Gelbe Karte, die ich jemals bekommen habe», so die Stürmerin von Manchester City. «Ich glaube, in diesem Moment ist alles ein Grauschleier und man feiert einfach den Moment, da denkt man nicht darüber nach, ob man sein Shirt ausziehen darf. Denn wie ihr wisst, hab ich mein Trikot ausgezogen und bin durchgedreht.»

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