Chinas Nationalspieler sollen nicht mehr tätowiert sein. Nachwuchsteam ist es verboten, Fussballer mit Tattoos aufzubieten.
Chian Tattoo
Chinas Linpeng Zhang dürfte am neuen Tattoo-Verbot wohl keine Freude haben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Chinas Regierung geht gegen Tattoos vor.
  • Den Nationalspielern wird geraten, die Körperkunst entfernen zu lassen.
  • TV-Sender müssen Tattoos von Sportlern nun verpixeln.

Fussballer werden immer wieder als Vorbilder für die Gesellschaft betitelt. Diese Rolle nehmen aber nicht alle gleich wahr. China will seine Fussball-Nationalspieler nun zwingen, «ein positives Beispiel für die Gesellschaft» abzugeben – mit einer aussergewöhnlichen Regel.

So ist es den Spielern «strikt verboten», sich tätowieren zu lassen. Wer schon Tattoos hat, soll diese eigenständig entfernen lassen. Dies geht aus einer Mitteilung der Sportbehörde hervor. Nachwuchs-Nationalteams dürfen sogar keine Spieler mehr aufbieten, die Tinte unter der Haut haben.

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Das wird der Regierung Chinas wohl nicht gefallen: Xin Xus Tattoos sind beim Jubel klar zu sehen. - Keystone

Bereits seit bald vier Jahren gelten für Chinas Fussballer spezielle Tattoo-Regeln: So waren sie bislang angehalten, ihre Körperkunst zu bedecken. Viele Spieler liefen deshalb mit langen Ärmeln auf. Doch die Regel war nicht konsequent umgesetzt oder kontrolliert worden. Dies war bei den WM-Quali-Spielen gegen Australien und Saudi-Arabien klar zu sehen.

Doch nicht nur die Spieler müssen Tattoos verschwinden lassen, sondern auch die TV-Sender: Bei Fernsehübertragungen müssen die Tätowierungen der Spieler verpixelt werden.

Wie strikt die neue Regel umgesetzt wird, ist unklar. Es wurde auch nicht mitgeteilt, was mit Spielern passiert, die ihre Körperkunst behalten wollen.

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