Bundestrainerin: «Ich war immer sehr dominant»

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Grossbritannien,

«Das besprechen wir mit der Mannschaft», ist bei der EM oft von der DFB-Trainerin zu hören. Martina Voss-Tecklenburg hält nichts vom erhobenen Zeigefinger, musste ihren Stil aber auch erstmal finden.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wendet sich beim Training an die Spielerinnen.
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wendet sich beim Training an die Spielerinnen. - Sebastian Gollnow/dpa

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat einen Wandel in ihrem Umgang mit dem deutschen Nationalteam und auch innerhalb ihres Trainerstabs eingeräumt. «Wir mussten erstmal Klarheit bei uns haben, bevor wir Klarheit bei den Spielerinnen verlangen. Das ist ein Prozess, durch den wir alle gegangen sind», sagte die 54-Jährige in einem Mediengespräch bei der Fussball-Europameisterschaft.

Voss-Tecklenburg trainiert die DFB-Frauen nach sechs Jahren beim Schweizer Verband seit Ende 2018 und war mit ihrem Team bei der WM 2019 bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Bei der EM in England spielen die DFB-Frauen am 27. Juli (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) gegen Frankreich um den Einzug ins Finale. «Ich war als Trainerin mehrheitlich alleine unterwegs, in der Schweiz mit meinem Co-Trainer lange alleine», sagte Voss-Tecklenburg. «Ich war immer sehr dominant. Ich wollte am liebsten von vorne bis hinten als Trainerin alles alleine machen.»

Ein gut eingespieltes Betreuerteam

Inzwischen führt sie ein Betreuerteam an. Dies besteht aus ihrer Vertrauten Britta Carlson sowie den weiteren Assistenten Thomas Nörenberg, Patrik Grolimund, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Torwarttrainer Michael Fuchs. «Für mich war das auch ein Prozess, da hat mich Britta in vielen Momenten begleitet», sagte Voss-Tecklenburg. «Diese Qualität hier von den sportlich Verantwortlichen, die ist so gut und auch eingespielt. Das gibt mir als Trainerin eine viel grössere Sicherheit.»

Der Umgang mit der Mannschaft sei «weniger der erhobene Zeigefinger. Da muss man trotzdem konstruktiv und klar bleiben, wenn es mal nicht läuft.» Es gehe bei Gesprächen mit den Spielerinnen immer in den Dialog mit der Fragestellung: «Wie ist deine Perspektive?»

Auch über den Mannschaftsrat, der aus Kapitänin Alexandra Popp, Almuth Schult, Lena Oberdorf, Svenja Huth, Sara Däbritz und Lina Magull besteht, habe sich ein grösseres Verständnis füreinander aufgebaut. «Das macht uns sicherer. Wir haben auch vieles in der Kommunikation auf das Wesentliche reduziert», sagte Voss-Tecklenburg.

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