Bayern München

    Bayern München: Darum trainiert das Team unter Tuchel im Sechseck

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus

    Deutschland,

    Julian Nagelsmann (35) muss gehen, Thomas Tuchel (49) kommt. Bayern München läutet eine neue Ära ein. Das wirkt sich auch auf die Trainingsinhalte aus.

    Thomas Tuchel Bayern München
    Thomas Tuchel leitete am Montag sein erstes Training bei Bayern München. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Thomas Tuchel folgt bei Bayern München auf Julian Nagelsmann.
    • Der neue Trainer setzt schon in den ersten Einheiten neue Impulse.
    • Vor dem heutigen BVB-Spiel greift der 49-Jährige auf eine spezielle Übung zurück.

    An der Säbener Strasse weht ein neuer Wind. Vergangene Woche trennt sich Bayern München während der Nationalmannschaftspause von Trainer Julian Nagelsmann. Wenige Tage später leitet Nachfolger Thomas Tuchel seine erste Einheit.

    Viel Zeit bleibt dem neuen Übungsleiter indes nicht. Schon heute Samstag (18.30 Uhr) kommt es in der Bundesliga zum Spitzenspiel gegen den BVB.

    Tuchel setzt bei Bayern München auf besondere Trainingsformen

    Tuchel setzt beim Rekordmeister offenbar von Beginn weg neue Reize. So berichtet die «Bild», dass der 49-Jährige im Training auf eine ungewöhnliche Übung setzt.

    Am Donnerstag sollen die Bayern-Stars im Sechseck, also einem Feld mit «abgeschnittenen» Ecken, gegeneinander gespielt haben. Sechs gegen sechs mit Zwischenspieler.

    Tuchel ist dem Bericht zufolge für diese Spielform bekannt. Schon während seiner Zeit bei Mainz soll er auf den Trainings-Trick zurückgegriffen haben – mit Erfolg. Bei den 05er lanciert er 2014 seine erfolgreiche Karriere als Coach.

    Den Grund für das Sechseck erzählt Tuchel einst in einem Vortrag für den «2b AHEAD Thinktank»: «Meine Mannschaft hat extrem früh quer nach aussen gespielt und dann versucht, an der Linie entlang flach unsere Angriffe auszulösen.»

    «Maximale Kreativität»

    Dadurch sei die Offensive jedoch sehr schnell ausrechenbar und leicht zu verteidigen. Hier kommt die «Diamant-Form» ins Spiel. Diagonale Flachpässe nach vorne sollen so forciert, Querpässe auf die Seite hingegen minimiert werden.

    Bayern München
    Thomas Tuchel gibt bei Bayern München die Richtung vor. - keystone

    Die Spieler sollen so ermutigt werden, durch die Mitte zu spielen. Tuchel: «Mit dem Diamant-Spielfeld zwingen wir die Spieler in dieses Prinzip, erhalten darin aber ihre maximale Kreativität.»

    Wie geht das Spitzenspiel in der Bundesliga aus?

    Bei Bayern München soll diese Übung insbesondere den Flügelspielern dienen. Gnabry, Sané oder Mané waren zuletzt ausser Form. Zahlt sich das Training im Kracher gegen Dortmund schon aus?

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