Leistner-Anwalt: Verlangen mündliche Verhandlung

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    Deutschland,

    HSV-Profi Toni Leistner will seine Speere für die Schubs-Attacke gegen einen Fan nicht so einfach hinnehmen.

    Ist für die Attacke auf einen Zuschauer bestraft worden: Toni Leistner. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
    Ist für die Attacke auf einen Zuschauer bestraft worden: Toni Leistner. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Leistner, Neuzugang des Fussball-Zweitligisten Hamburger SV, war von den Richtern des Deutschen Fussball-Bundes für fünf Pflichtspiele gesperrt worden, zwei davon auf Bewährung.

    «Wir machen keinen Einspruch, sondern wir verlangen eine mündliche Verhandlung», sagte sein Anwalt Christoph Schickhardt dem TV-Sender Sky Sport News über seine Verteidigungsstrategie. Man könne das Urteil nicht so akzeptieren und wolle das in Ruhe mündlich vor Ort besprechen, sagte der Sportrechtler.

    Leistner, Neuzugang des Fussball-Zweitligisten Hamburger SV, war von den Richtern des Deutschen Fussball-Bundes für fünf Pflichtspiele gesperrt worden, zwei davon auf Bewährung. Der 30-Jährige hatte nach dem Pokalspiel in Dresden einen Fan auf der Tribüne attackiert, nachdem dieser ihn heftig beleidigt hatte.

    «Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen. Natürlich darf es Selbstjustiz nicht geben - dauert aber ein Rechtsbruch gegen jemanden an, braucht sich dies niemand bieten lassen und kann sich angemessen wehren», sagte Schickhardt der «Bild am Sonntag». Im Fall Leistner könne man von Notwehr sprechen. «Wenn man die emotionale Gesamtsituation berücksichtigt, habe ich zumindest Verständnis», fügte er hinzu.

    DFB-Richter Hans E. Lorenz verwies darauf, für Leistner wegen der Beleidigungen und der vorherigen Pokalpleite des HSV bereits mildernde Umstände berücksichtigt zu haben. Aber er sagte auch: «Der Übergriff eines Spielers auf einen Zuschauer ist ein gravierender Vorfall. So etwas kann nicht mit einem Freispruch enden.»

    Leistner fehlte dem HSV bereits am Freitag beim 2:1-Sieg zum Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf. Seine Bewährungszeit endet am 18. September 2021, hatte der DFB mitgeteilt. Gegen das Urteil könne binnen 24 Stunden nach Zugang Einspruch beim Sportgericht eingelegt werden.

    «Mir schwebt eine erhebliche Reduzierung vor. Möglicherweise werde ich auch einen Freispruch beantragen, das hängt aber ausschliesslich an dem Verlauf der Hauptverhandlung. Das liegt nur an dem Verlauf der Hauptverhandlung, an der Anhörung, an den Zeugen, wie ist die Rechtsauffassung der Beteiligten. Also am Ende wird es ein gerechtes, ein besseres Urteil», sagte Schickhardt.

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