Ballo d'Or: Harry Kane wird im Netz mit Lob überschüttet
Harry Kane hat den Ballon d’Or gewonnen. Im Netz überwiegt die Freude über den späten Triumph, einige Fans halten Lamine Yamal aber für den verdienten Sieger.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Harry Kane (33) vom FC Bayern gewinnt den Ballon d’Or – als erster Engländer seit 2001.
- England-Trainer Tuchel nennt Kanes Sieg «verdient»: Ihm gingen die Superlative aus.
- Im Netz überwiegt die Freude für Kane, einige halten Yamal für den würdigeren Sieger.
Harry Kane (33) hat den Ballon d’Or gewonnen. Der Stürmer des FC Bayern setzte sich bei der Gala am Montagabend in London gegen Konkurrenten wie Kylian Mbappé (27) und Lamine Yamal (19) durch. Kane ist der erste Engländer seit Michael Owen im Jahr 2001, der die Auszeichnung erhält.
Zahlreiche Gratulanten meldeten sich kurz nach dem Event zu Wort – dazu gehört etwa auch Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel. «Glückwunsch, Harry, zum verdienten Ballon d’Or!», sagte er laut englischen Medien.
Ihm seien die Superlative für Kanes Leistungen schon lange ausgegangen. Dass erstmals seit 25 Jahren wieder ein Engländer gewinne, sei etwas Besonderes. England könne sich glücklich schätzen, Kane als Anführer zu haben.
Kane meldete sich kurz nach der Verkündung selbst auf X. «Work hard in silence. Let success be your noise», schrieb er, auf Deutsch etwa: «Arbeite hart im Stillen. Lass den Erfolg dein Lärm sein.» Dazu setzte er einen Pokal-Emoji.
Der offizielle Ballon-d’Or-Account begrüsste ihn mit den Worten: «Welcome to the Ballon d’Or family, Harry!»
Netz feiert die Geduld von Harry Kane
Im Netz überwiegen die positiven Reaktionen. Viele Nutzer loben Kanes langen Weg. «Kanes Karriere ist eine Geschichte von Geduld und Beständigkeit. Ich freue mich so für ihn», schreibt eine Person auf X.
Ein andere verweist auf den Spruch «Wer wartet, dem wird Gutes zuteil» und hofft, dass künftige Fussballer in Kane ein Vorbild sehen. Selbst Fans des FC Barcelona gönnen ihm den Titel. Er sei seine ganze Karriere lang stark gewesen, schreibt ein Nutzer. Yamal richtet dieser aus: «Lamine, der Traum lebt, der nächste gehört dir.»
Mehrere Kommentatoren betonen, dass die Wahl unumstritten sei. Es sei einer der wenigen Ballons d’Or, die «ohne jede Kontroverse» in die Geschichte eingingen. Ein weiterer Nutzer meint: «Keine PR. Keine 1000 Interviews. Der Fussball hat gewonnen.»
Wieder ein anderer nennt den Wechsel zum FC Bayern die beste Entscheidung von Kanes Karriere. Ein Nutzer schreibt sogar, bei einem Sieg von Yamal wäre der Ballon d’Or «am Ende» gewesen, und dankt Kane dafür, den Fussball «gerettet» zu haben.
Kritik: «Yamal der rechtmässige Sieger»
Es gibt aber auch Kritik. Ein Nutzer schreibt auf X, der Ballon d’Or habe «seine Glaubwürdigkeit verloren». Yamal sei der rechtmässige Sieger.

Kane habe seine Statistiken gegen schwächere Gegner aufpoliert, die Bundesliga gewinne ohnehin immer Bayern. Zudem fehle ihm ein Champions-League-Titel. Und an der WM sei Jude Bellingham besser gewesen als er.
Yamal und Mbappé im Fokus
Für Gesprächsstoff sorgte auch eine Beobachtung bei der Gala. Ein Nutzer schreibt, Yamal habe bei Kanes Sieg wie der glücklichste Mann im Saal gewirkt, Mbappé dagegen enttäuscht.

«Solange Mbappé nicht gewinnt, ist er glücklich», lautet die Deutung des X-Nutzers. Yamal gewann an dem Abend übrigens zum dritten Mal in Folge die Kopa-Trophy für den besten jungen Spieler.



















