Austragungsort gefunden: Leipzig gegen Liverpool in Budapest

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Deutschland,

Die Suche hat ein Ende. RB Leipzig spielt sein Hinspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool in Ungarn.

RB Leipzig wird im Ferenc-Puskas-Stadion spielen. Foto: Laszlo Szirtesi/Pool Getty/AP/dpa
RB Leipzig wird im Ferenc-Puskas-Stadion spielen. Foto: Laszlo Szirtesi/Pool Getty/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Leipzig gegen Liverpool findet neu in Ungarn statt.
  • Die CL-Partie wird von Leipzig nach Budapest verlegt.
  • Grund dafür ist, dass der FC Liverpool derzeit nicht nach Deutschland einreisen darf.

Vorangegangen war eine hektische Suche nach Lösungen. Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen hatte die Bundespolizei einen Antrag auf eine Sondergenehmigung für die Einreise des englischen Fussball-Meisters am Donnerstag abgelehnt. Grossbritannien zählt wegen der als besonders ansteckend eingestuften Coronavirus-Mutation als Hochrisikoland, aus dem eine Einreise nach Deutschland bis mindestens 17. Februar untersagt ist. Eine Ausnahme für Profisportler, die in einer Blase mit strengen Hygieneregeln agieren, schlossen die deutschen Behörden aus.

Das rief selbst bei Liverpools Trainer Jürgen Klopp Unverständnis hervor. «Ich denke, es wäre absolut angemessen, eine Ausnahme zu machen», hatte Klopp gesagt und auf die Massnahmen verwiesen, die Liverpool ergreife, um das Team vor dem Coronavirus zu schützen. «Wir sind wirklich in einer Blase, und wir könnten gegen Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten», hatte der 53-Jährige betont.

Da waren die Sachsen auch im Austausch mit der UEFA bereits dabei, mögliche neue Ausrichter zu finden. Nachdem zunächst Salzburg oder London als Optionen galten und auch die polnischen Städte Danzig und Krakau geprüft wurden, bekam Budapest den Zuschlag. Für Ungarn gelten zwar bis mindestens zum 1. März Binnengrenzkontrollen und ebenfalls strenge Einreisebestimmungen. Für Profisportler sind aber Ausnahmen vorgesehen. Für die Rückreise nach Deutschland reicht ein negatives Test-Ergebnis, da Ungarn anders als Grossbritannien nicht als Hochrisikoland eingestuft ist.

Möglich wäre auch ein anderer Termin gewesen, doch momentan geht niemand davon aus, dass ab 17. Februar die Beschränkungen gelockert werden könnten. Der Tausch des Heimrechts wurde von den Engländern abgelehnt. Im schlimmsten Fall wäre die Partie ausgefallen und mit 3:0 für Liverpool gewertet worden, was nahezu gleichbedeutend mit dem Ausscheiden der Leipziger gewesen wäre.

In jedem Fall müssen die Leipziger die Kosten für die Verlegung bezahlen. Diese liegen im hohen sechsstelligen Bereich. «Das ist natürlich ärgerlich, aber das ist nun mal die Situation», sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche. Die UEFA dankte beiden Clubs für die «enge Zusammenarbeit» und den Ungarn, dass sie sich als Gastgeber zur Verfügung stellten.

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