Timmy: Ab 9 Uhr soll der Wal endlich gerettet werden
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal Timmy wurde vorbereitet. Am Sonntag soll es endlich losgehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die finale Rettungsphase für Buckelwal Timmy startet heute Sonntag um 9 Uhr.
- Pontons, ein Netz und Luftkissen sollen den Wal schonend aus der Ostsee befördern.
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Seit dem 31. März liegt Buckelwal Timmy in der Bucht vor der Ostseeinsel Poel fest. 20 Tage Hoffen, Bangen und bürokratische Hürden liegen hinter den Rettern – heute Sonntag soll nun der grosse Tag sein.
Ab 9 Uhr startet nach Informationen von «Bild» die finale Phase der Rettungsaktion, an deren Ende Timmys Reise zurück in den Atlantik stehen soll. Am frühen Samstagabend gab Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert in einem Update erneut Hoffnung zum Überleben von Timmy.
Die Expertin sagte vor den Medien, dass die gesichteten Bewegungen am Freitag keine «letzten Zuckungen» seien: «Sonst wäre er schon tot. Der Wal hat eine gute Chance.»
Im Ticker von Nau.ch erfährst du alle neuen Entwicklungen rund um Timmy.
Ab 9 Uhr soll Timmy endlich gerettet werden
04.00: Um Punkt 9 Uhr startet nach «Bild»-Informationen die finale Phase der Rettung von Timmy dem Buckelwal. Zuerst werden die beiden Pontons in Transportposition gebracht, dazwischen wird ein Netz gespannt, auf dem Timmy liegen soll.
Luftkissen unter den Flossen sollen verhindern, dass sich der Wal am Netz verletzt. Parallel wird ein letztes Stück Weg zur Fahrrinne ausgebaggert.

Wenn alles klappt, wird Timmy angehoben, ins Netz gebracht – und kann dann auf die weite Reise in den Atlantik starten. Das Tempo gibt der Wal selbst vor. Sein Zustand ist laut Medienberichten gut, einem Abschied aus der Ostsee stehe nichts mehr im Weg.
Hindernisse der Bürokratie sind beseitigt
Dass es heute schneller vorangeht als an den Vortagen, hat Umweltminister Till Backhaus persönlich zugesichert. Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, hatte am Samstag deutliche Worte gefunden.
«Ich habe Backhaus ganz klar erklärt, dass er die ganze Aktion gefährdet. Daraufhin hat er mir zugesagt, alle weiteren Hindernisse der Bürokratie persönlich zu beseitigen», so Gunz zu «Bild».

Zuvor hatten Genehmigungsverfahren die Arbeiten immer wieder ausgebremst – jeder einzelne Schritt musste schriftlich bewilligt werden. Am Samstag versuchten die Retter ausserdem, Timmys Maul zu öffnen, um ein Geisternetz zwischen den Barten zu begutachten. Laut Backhaus kam dabei sogar ein Endoskop zum Einsatz, entfernt wurde aber nichts.












