Timmy: Ab 9 Uhr soll der Wal endlich gerettet werden

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Deutschland,

Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal Timmy wurde vorbereitet. Am Sonntag soll es endlich losgehen.

Timmy Buckelwal
Ein Helfer richtet den Wasserstrahl neu aus, der Timmys Rücken feucht halten soll – seit 20 Tagen kämpfen Retter unermüdlich um das Leben des Buckelwals vor Poel. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die finale Rettungsphase für Buckelwal Timmy startet heute Sonntag um 9 Uhr.
  • Pontons, ein Netz und Luftkissen sollen den Wal schonend aus der Ostsee befördern.
  • Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Seit dem 31. März liegt Buckelwal Timmy in der Bucht vor der Ostseeinsel Poel fest. 20 Tage Hoffen, Bangen und bürokratische Hürden liegen hinter den Rettern – heute Sonntag soll nun der grosse Tag sein.

Ab 9 Uhr startet nach Informationen von «Bild» die finale Phase der Rettungsaktion, an deren Ende Timmys Reise zurück in den Atlantik stehen soll. Am frühen Samstagabend gab Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert in einem Update erneut Hoffnung zum Überleben von Timmy.

Was denkst du über die Rettungsaktion für Timmy?

Die Expertin sagte vor den Medien, dass die gesichteten Bewegungen am Freitag keine «letzten Zuckungen» seien: «Sonst wäre er schon tot. Der Wal hat eine gute Chance.»

Im Ticker von Nau.ch erfährst du alle neuen Entwicklungen rund um Timmy.

Ab 9 Uhr soll Timmy endlich gerettet werden

04.00: Um Punkt 9 Uhr startet nach «Bild»-Informationen die finale Phase der Rettung von Timmy dem Buckelwal. Zuerst werden die beiden Pontons in Transportposition gebracht, dazwischen wird ein Netz gespannt, auf dem Timmy liegen soll.

Luftkissen unter den Flossen sollen verhindern, dass sich der Wal am Netz verletzt. Parallel wird ein letztes Stück Weg zur Fahrrinne ausgebaggert.

Timmy Buckelwal
Mit feuchten Tüchern auf dem Rücken kämpft Buckelwal Timmy vor der Insel Poel ums Überleben – heute Sonntag soll die grosse Rettungsaktion starten. - Keystone

Wenn alles klappt, wird Timmy angehoben, ins Netz gebracht – und kann dann auf die weite Reise in den Atlantik starten. Das Tempo gibt der Wal selbst vor. Sein Zustand ist laut Medienberichten gut, einem Abschied aus der Ostsee stehe nichts mehr im Weg.

Hindernisse der Bürokratie sind beseitigt

Dass es heute schneller vorangeht als an den Vortagen, hat Umweltminister Till Backhaus persönlich zugesichert. Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, hatte am Samstag deutliche Worte gefunden.

«Ich habe Backhaus ganz klar erklärt, dass er die ganze Aktion gefährdet. Daraufhin hat er mir zugesagt, alle weiteren Hindernisse der Bürokratie persönlich zu beseitigen», so Gunz zu «Bild».

Timmy buckelwal
Ein Arbeitsponton mit Bagger und mehrere Begleitboote rücken an Timmy heran – die grosse Rettungsoperation vor Poel stand in den vergangenen Tagen immer wieder vor Bürokratiehürden. - Keystone

Zuvor hatten Genehmigungsverfahren die Arbeiten immer wieder ausgebremst – jeder einzelne Schritt musste schriftlich bewilligt werden. Am Samstag versuchten die Retter ausserdem, Timmys Maul zu öffnen, um ein Geisternetz zwischen den Barten zu begutachten. Laut Backhaus kam dabei sogar ein Endoskop zum Einsatz, entfernt wurde aber nichts.

Kommentare

User #3975 (nicht angemeldet)

Es ist wie bei Trump, immer wird die Sache verschoben weil er Golf spielt.

User #4365 (nicht angemeldet)

Krieg ist aktuelles Geschäft auf der Agenda. Das dabei zehntausende sterben gehört in dieses Business der Aktienhalter. Ein einzelner Wal, ein großartiges Lebewesen, ohne Zweifel, darf nicht sterben auch wenn dies der natürlichste Lauf der Dinge ist. Medial aufgebaut. Menschen wollen mit Timmy, so vermenschlichen sie ihn, schwimmen und springen illegal zu ihm in die Nähe. Machen Songs zu ihm im Internet. Was lässt sich zu dieser Menschheit sagen? An die Philosophen

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