Martin Andermatt: «St.Gallen ist der grosse Favorit, aber ...»
Yverdon-Sport steht im Cup-Halbfinal dem FC St.Gallen gegenüber. Nau.ch hat vor dem Spiel am Sonntag mit Trainer Martin Andermatt gesprochen.

Das Wichtigste in Kürze
- Martin Andermatt schaut mit Nau.ch auf den Cup-Halbfinal von Yverdon gegen St.Gallen.
- Der Trainer der Waadtländer sieht eine Chance für seine Spieler, sich zu präsentieren.
- Die Espen seien der Favorit – «aber wir spielen zuhause und es ist Cup».
Ab 15 Uhr spielt Yverdon-Sport zuhause gegen den FC St.Gallen um den Einzug in den Cup-Final.
Die Rollen sind verteilt: Die Waadtländer sind als Dritter der Challenge League gegen den Zweiten der Super League klarer Aussenseiter. Doch Cup ist Cup – was liegt für Yverdon heute drin?
Nau.ch hat vor dem Spiel mit Trainer Martin Andermatt gesprochen. Der erfahrene 64-Jährige aus Zug hat Anfang März den Trainerjob von Adrian Ursea übernommen. Seit letztem Sommer arbeitet er bereits als Technischer Leiter beim Club.
Nau.ch: Martin Andermatt, der FC St.Gallen will in den Cup-Final. Ihr auch?
Martin Andermatt: Ja. Wir spielen zuhause, die Spieler können in einer solchen Situation auf sich aufmerksam machen und auch der Verein. Man muss auch sagen: Der vorherige Trainer, Adrian Ursea, hat gute Arbeit geleistet, dass wir überhaupt so weit gekommen sind.
Nau.ch: Ihr habt euch letzten Freitag das nötige Selbstvertrauen geholt mit dem 2:1-Sieg gegen Challenge-League-Spitzenreiter Vaduz.
Andermatt: Man muss sich selbst vertrauen und nicht betrügen. Die Mannschaft hat in einem solchen Spiel immer alle Möglichkeiten. Klar, St.Gallen ist der grosse Favorit, aber wir spielen zuhause und es ist Cup.
Wir wissen, dass St.Gallen eine sehr starke Mannschaft ist. Aber Cup-Spiele hatte ich schon einige. Es geht nur ums Weiterkommen oder Nicht-Weiterkommen.
«Am besten ist Gewinnen!»
Nau.ch: Erwartest du eigentlich zuhause ein Auswärtsspiel? Man kann davon ausgehen, dass die halbe Ostschweiz nach Yverdon reisen wird.
Andermatt: Ich gehe davon aus, dass das Stadion ausverkauft sein wird. Wir stellen uns auf viele St.Galler Fans ein.

Nau.ch: Kannst du uns das Rezept für Sonntag verraten?
Andermatt: Am besten ist Gewinnen! (lacht)
Nau.ch: Was spricht für Yverdon-Sport?
Andermatt: Wir haben Spieler in unseren Reihen, die Erfahrung haben. Sie kriegen einen Vergleich und sehen: Was ist, wenn du dich die ganze Zeit auf Super-League-Niveau bewegen willst? Das sind Sachen, die uns antreiben. Die Spieler wissen: Jetzt kann ich mal einen Vergleich machen und sehen, wie gut sie sind und ob es für mich reicht.
Über Motivation und solche Wörter muss ich gar nicht sprechen. Man muss sich selbst in Bewegung setzen. Es wird eine geschlossene Mannschaftsleistung brauchen, um weiterzukommen.
FC St.Gallen «nicht immer einfach zu bespielen»
Nau.ch: Was ist deine Aufgabe in den Tagen vor dem Cup-Schlager? Musst du eher drosseln, damit man nicht übermütig wird oder gehst du ganz normal an das Spiel heran?
Andermatt: Ich kenne die Mannschaft noch nicht allzu lange. Aber in dieser Zeit haben wir geschaut, dass wir als Team näher zusammenrücken. Das wird sicher auch unsere Chance sein – Dass wir als Mannschaft die Duelle und die Laufduelle gewinnen.
Aber auch St.Gallen hat eine sehr vertikale und gerade Spielweise, die sicher nicht immer einfach zu bespielen ist.

Nau.ch: Müssen deine Spieler jetzt eigentlich doppelt rennen? Einmal für den Technischen Leiter Andermatt und einmal für den Trainer Andermatt?
Andermatt: Sie müssen nicht für mich rennen, sondern für sich und die Mannschaft. Das ist entscheidend.
Nau.ch: Hast du einen Tipp für das Spiel?
Andermatt: Tippen tue ich nicht, sonst könnte ich auch Lotto spielen.
Nau.ch: Aber eine gute Leistung und vollen Einsatz versprichst du?
Andermatt: Wer verspricht, verspricht sich. Ich versuche das Versprechen zu halten, dass die Mannschaft aufs Spielfeld geht und alles abverlangt.








