Die spanische Profi-Liga will alle Fussball-Clubs des Landes unterstützen, die sich dafür entscheiden, keine Spieler für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Südamerika abzustellen.
Die spanische Liga will alle Clubs unterstützen, die sich dafür entscheiden, keine Spieler für die WM-Quali in Südamerika abzustellen. Foto: Joaquin Corchero/Europa Press/dpa
Die spanische Liga will alle Clubs unterstützen, die sich dafür entscheiden, keine Spieler für die WM-Quali in Südamerika abzustellen. Foto: Joaquin Corchero/Europa Press/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • 13 Clubs betroffen

Anders als die Vereine der Premier League gibt LaLiga allerdings nicht die Corona-Pandemie als Grund an. Man könne die «schwerwiegende einseitige Entscheidung» des Weltverbandes FIFA, den Abstellungszeitraum für Südamerika um zwei auf insgesamt elf Tage zu verlängern, nicht akzeptieren, hiess es in einer am späten Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung. Man werde notfalls auch gerichtlich dagegen vorgehen.

13 Clubs betroffen

Die betroffenen Profis würden ihren Clubs wegen der Verlängerung an dem für den 11. und 12. September angesetzten Spieltag nicht zur Verfügung stehen, hiess es. Bisher seien von dem Problem 13 Clubs betroffen, die insgesamt 25 Spieler abstellen müssten. Diese Zahl könne sich nach der ausstehenden Bekanntgabe der Kader von Ecuador und Venezuela sogar noch erhöhen. Die nächsten Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft in Katar finden vom 2. bis 10. September statt.

Die Profiliga will die betroffenen Vereine in den nächsten Tagen zu einer Krisensitzung einbestellen, um das Vorgehen abzustimmen. Die Verlängerung des Abstellungszeitraums für die WM-Qualifikationsspiele in Südamerika gilt auch für die Länderspielpause Anfang Oktober. Davon wären auch Bundesliga-Clubs betroffen.

Die Clubs der Premier League hatten zuvor mitgeteilt, sie würden keine Spieler für WM-Qualifikationsspiele in jene Länder abstellen, die wegen der Corona-Pandemie auf der so genannten Roten Liste der britischen Regierung stehen. Die Entscheidung betrifft den Angaben zufolge fast 60 Spieler aus 19 Premier-League-Clubs, die im September in 26 Länder der Roten Liste reisen sollten. Auf der Liste stehen überwiegend Länder in Südamerika und Afrika. Einreisende aus diesen Ländern müssen sich für zehn Tage in Hotelquarantäne begeben.

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