Herrlichs Rückkehr nach Leverkusen ohne Erfolg

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    Deutschland,

    Heiko Herrlich bot seinem Ex-Team von Bayer Leverkusen mit dem FC Augsburg gut Paroli, verlor an alter Wirkungsstätte aber mit 1:3. Denn Bayer hat derzeit einen treffsicheren Joker in Daueranstellung in seinen Reihen.

    Augsburgs Trainer Heiko Herrlich steht an der Seitenlinie. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
    Augsburgs Trainer Heiko Herrlich steht an der Seitenlinie. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eigentlich wollte Heiko Herrlich nicht über seine Gefühle bei der ersten Rückkehr nach Leverkusen sprechen.

    «Das Thema ist abgehakt, das ist kalter Kaffee», sagte der Trainer des FC Augsburg nach der 1:3 (0:1)-Niederlage an alter Wirkungsstätte: «Ich bin jetzt leidenschaftlich Trainer von Augsburg, und ich bin glücklich hier.» Über seine ungewöhnliche Beurlaubung 2018 einen Tag vor Heiligabend nach zwei Siegen, hatte er im Vorfeld tatsächlich alles erzählt.

    Aber ja, sagte der 48-Jährige dann doch, «ich freue mich immer wieder, hierherzukommen. Ich habe viele Leute gesehen, denen ich ganz nahe war, mit denen ich gerne zusammengearbeitet habe. Deshalb war es ein schönes Wiedersehen. Perfekt wäre es gewesen, wenn wir noch was geholt hätten.» Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Daniel Caligiuri (51.) war das nicht illusorisch. «Die Möglichkeit war da», sagte Herrlich: «Hinten raus hat Leverkusen das Spiel aber verdient für sich entschieden.»

    Durch das 19. Bundesliga-Spiel ohne Niederlage gegen den Lieblings-Gegner machte Leverkusen in der Tabelle einen riesigen Sprung auf Rang vier - nicht zuletzt dank Lucas Alario. Der ist eigentlich nur Ersatz für den verletzten Patrick Schick, wurde mit zwei Toren (16., Handelfmeter/74.) aber wieder zum Matchwinner. «Ich freue mich immer, wenn ehemalige Spieler von mir treffen», sagte Herrlich, unter dem der Argentinier wie unter Nachfolger Peter Bosz Edeljoker war. «Ärgerlich ist nur, dass er das gerade heute gemacht hat.»

    Leon Bailey amüsierte sich derweil fürstlich über den kuriosen Schlusspunkt zum 3:1 durch Moussa Diaby (90.+3). Augsburgs Torhüter Rafał Gikiewicz war mitgestürmt, um den Ausgleich zu erzwingen, Bailey spielte den Ball von der Mittellinie auf das leere Tor und Diaby schob ihn rein. «Das war eine sehr lustige Aktion», sagte der Jamaikaner. «Ich weiss selbst nicht, ob es von mir ein Schuss oder ein Pass war. Moussa und Nadiem (Nationalspieler Nadiem Amiri, d. Red.) sind dem Ball hintergelaufen. Aber Nadiem hatte keine Chance gegen Moussas Geschwindigkeit.» Darüber hätten alle «sehr gelacht». Und das sei gruppenfördernd. «Sowas brauchen wir», sagte Bailey: «Dass die Stimmung im ganzen Team gut ist.»

    Das gilt vor allem, wenn die körperlichen Belastungen zunehmen. Nach nur zwei spielfreien Tagen trifft Bayer am Donnerstag in der Europa League auf Slavia Prag. Nach weiteren zwei Tagen dazwischen in der Liga spielt die Mannschaft am Sonntag wieder auswärts beim SC Freiburg. «Wir alle kennen das Programm», sagte Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger: «Bis Weihnachten werden es ziemlich viele Spiele. Aber mit Siegen geht es immer leichter.»

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