Zurück auf Turn-Bühne: Biles tritt am Schwebebalken an

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Japan,

Für vier Finals hat Simone Biles abgesagt, das fünfte will sie turnen. Der US-Superstar nimmt bei den Olympischen Spielen in Tokio die letzte Startchance wahr.

Turnt in Tokio doch noch einmal: Simone Biles. Foto: Gregory Bull/AP/dpa
Turnt in Tokio doch noch einmal: Simone Biles. Foto: Gregory Bull/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

US-Superstar Simone Biles kehrt bei den Olympischen Spielen nach gesundheitlichen Problemen auf die Turn-Bühne und damit in den Fokus der Öffentlichkeit zurück.

Die 24-Jährige bestätigte ihre Teilnahme am Schwebebalken-Finale an diesem Dienstag (10.50 Uhr MESZ). «Wir freuen uns sehr, dass wir mitteilen können, dass wir morgen zwei US-Athletinnen im Finale am Schwebebalken sehen werden - Sunisa Lee UND Simone Biles», schrieb der US-Turnverband auf Twitter. Sunisa Lee hatte im Ariake Gymnastics Center als Nachfolgerin von Biles Mehrkampf-Gold gewonnen.

Das Schwebebalken-Finale zum Abschluss der Frauen-Wettbewerbe ist erst der zweite Auftritt von Biles im Medaillenkampf bei den Spielen in Tokio. Zuvor hatte die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro wegen mentaler Probleme auf die Entscheidungen im Mehrkampf, am Boden, am Stufenbarren und im Sprung verzichtet. Den Mannschaftswettkampf hatte die 19-malige Weltmeisterin nach nur einem Gerät abgebrochen und danach ihre psychischen Probleme öffentlich gemacht, wofür sie weltweit viel Zuspruch bekommen hatte.

«Mentale Gesundheit an erster Stelle»

«Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die grossen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen», hatte Biles gesagt und vom «Kampf gegen Dämonen» vor dem Wettkampf gesprochen.

Körper und Geist seien derzeit nicht im Einklang, hatte sie berichtet und in der teilweise in Frage/Antwort-Form verfassten Story bei Instagram über sogenannte «Twisties» geschrieben. So werden in den USA mentale Blockaden im Turnen genannt. Vor der Reise nach Tokio habe sie keine Probleme gehabt. Diese hätten erst nach der Qualifikation begonnen.

Schon in der Ausscheidung hatte die 1,42 Meter grosse Turnerin unerwartete Schwächen gezeigt, aber dennoch fünf Finals erreicht. Am Schwebebalken hatte sie 14,066 Punkte erreicht - damit geht Biles im Finale als Vierte der acht besten Turnerinnen an den Start. Beste der Qualifikation war die Chinesin Guan Chenchen mit 14,933 Punkten. Vor fünf Jahren in Rio hatte Biles mit der Mannschaft, im Mehrkampf, am Boden und im Sprung Gold gewonnen und am Schwebebalken Platz drei belegt.

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