Die Europäische Fussball-Union UEFA hat das in Russland umstrittene EM-Trikot der Ukraine weitgehend genehmigt und eine Änderung gefordert.
Das EM-Trikot der Ukraine kann weitgehend so bleiben, wie es ist. Foto: Uncredited/President of Ukrainian Association of Football Andrii Pavel Pavelko/AP/dpa
Das EM-Trikot der Ukraine kann weitgehend so bleiben, wie es ist. Foto: Uncredited/President of Ukrainian Association of Football Andrii Pavel Pavelko/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Von der UEFA hiess es dazu: «In Anbetracht der Tatsache, dass die Resolution 68/262 der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die von den Mitgliedsstaaten weitgehend angenommen wurde, die territorialen Grenzen als grob durch das Design dargestellt anerkennt, verlangt die UEFA keine Änderungen dieses Designelements.»

Auf den gelb-blauen Hemden ist eine Silhouette des Landes gedruckt worden mit der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Beide Länder befinden sich auch deshalb seit 2014 in einem Konflikt.

Von der UEFA hiess es dazu: «In Anbetracht der Tatsache, dass die Resolution 68/262 der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die von den Mitgliedsstaaten weitgehend angenommen wurde, die territorialen Grenzen als grob durch das Design dargestellt anerkennt, verlangt die UEFA keine Änderungen dieses Designelements.»

Die neuen Trikots mit dem Schlachtruf «Ruhm der Ukraine!» waren am 6. Juni bei Facebook vorgestellt worden. Auch dieser Ausspruch darf nach UEFA-Angaben weiter auf dem Trikot stehen. Der Slogan könne «als allgemeiner und unpolitischer Ausdruck von allgemeiner nationaler Bedeutung angesehen werden», begründete der Dachverband.

Anders sieht es beim am Kragen angebrachten Slogan «Ehre unseren  Helden» aus. Dieser wurde von der UEFA nach einer Prüfung als politisch eingestuft. Darum sei der Schriftzug für die bevorstehenden EM-Spiele zu entfernen. Ukraine-Trainer Andrej Schewtschenko hatte das Thema bereits zuvor relativiert: «Das Aussehen des Trikots wurde von der UEFA genehmigt. Ich sehe hier keine Meinungsverschiedenheiten.»

Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, hatte von einer «verzweifelten Kunstaktion» gesprochen, die den Spielern Kraft geben solle. Der Staatsduma-Abgeordnete Witali Milonow forderte von der UEFA ein Verbot des Motivs. «Das ist ein politischer Slogan, der nicht auf den Trikots stehen darf», sagte er dem Portal «Sport-Express». Das sei ein Verstoss gegen internationale Regeln. Sport sollte nicht mit Politik vermischt werden.

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