Nach zwei nachgewiesenen Corona-Fällen im EM-Kader beruft Schwedens Fussball-Nationaltrainer Janne Andersson sechs Spieler in eine Art Parallelkader.
Muss wegen zweier Corona-Fällen improvisieren: Schweden-Coach Janne Andersson (l). Foto: Erik Simander/TT News Agency/AP/dpa
Muss wegen zweier Corona-Fällen improvisieren: Schweden-Coach Janne Andersson (l). Foto: Erik Simander/TT News Agency/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In der schwedischen Nationalmannschaft ist es zu zwei Corona-Fällen gekommen.
  • Jetzt hat eine Reserveblase aus sechs Spielern gebildet, die nachnominiert werden könnten.

Die sechs Profis sollten eine «Reserveblase» bilden und im schwedischen Vorbereitungslager in Göteborg völlig isoliert von allen anderen sein und trainieren, sagte Andersson. Dazu zählten Isaac Kiese Thelin, Jesper Karlsson, Joakim Nilsson, Jacob Rinne, Mattias Johansson und Niclas Hult. Sie werden demnach von U21-Coach Poya Asbaghi betreut und zunächst bis Sonntagabend bleiben - wenn sie letztlich nicht gebraucht werden, fahren sie dann wieder heim.

Die EM-Vorbereitung der Schweden war von zwei positiven Corona-Fällen bei Dejan Kulusevski (Juventus Turin) und Mattias Svanberg (FC Bologna) durcheinandergewirbelt worden. Auch beim Auftaktgegner Spanien gab es zwei positive Tests. Im Zuge der beiden Befunde hat Spanien-Coach Luis Enrique bereits einen Parallelkader mit 17 weiteren Spielern neben dem EM-Aufgebot zusammengestellt.

Auch mit dem verletzten Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic hatte Andersson Kontakt, wie er auf Nachfrage sagte. Angesichts der Reha des Stürmers von AC Mailand sei es aber nicht aktuell gewesen, dass Ibrahimovic in der Reserveblase dabei sei.

Mitte Mai war bekannt geworden, dass Ibrahimovic die EM wegen einer Knieverletzung verpassen wird. Die erhoffte Teilnahme des zwölffachen schwedischen Fussballers des Jahres war mit grosser Spannung erwartet worden. Nach fünfjähriger Pause war der 39-Jährige erst im März ins Nationalteam zurückgekehrt.

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