Doping: Russland wird von Katar-WM und Olympia ausgeschlossen

Pascal Moser
Pascal Moser, Mathias Kainz

Kanada,

Der Skandal um staatliches Doping im russischen Sport hat schwerwiegende Folgen. Russland wird für vier Jahre vom Weltsport ausgeschlossen.

Russland Doping
Russland wird wegen Doping von den Olympischen Spielen und der WM 2022 ausgeschlossen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Welt-Anti-Doping-Agentur sperrt Russland für vier Jahre aus dem Weltsport.
  • Damit dürfte das Land auch für die Fussball-WM in Katar gesperrt werden.

Gemäss übereinstimmenden Medienberichten ist die Entscheidung gefallen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sperrt Russland für vier Jahre über weite Strecken aus dem Weltsport aus. In dieser Zeit darf das Land auch keine grossen Sportereignisse austragen.

Die Sperre betrifft sämtliche Sportarten und -veranstaltungen, also auch Grossevents wie Olympia oder die Fussball-WM. In den Zeitraum der Sperre fallen mehrere solche Grossveranstaltungen – etwa die Olympischen Spiele in Tokio 2020 und Peking 2022. Auch die Fussball-WM in Katar im Winter 2022 wird voraussichtlich ohne Russland stattfinden.

Manipulation von Datensätzen als Auslöser

Hintergrund der Sperre ist die Manipulation von Datensätzen im Moskauer Kontroll-Labor. Diese mussten 2018 an die Wada überantwortet werden, um die nationale russische Anti-Doping-Agentur Rusada wiederaufzunehmen. In diesem Datensatz wurden tausende von Informationen gelöscht oder manipuliert. Rund 150 Sportler sollten so geschützt werden.

Schon bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang im Februar 2018 waren russische Athleten nur als Neutrale zugelassen. Ein ähnliches Modell wird aller Voraussicht nach auch bei den Spielen in Tokio und Peking zur Anwendung kommen. Ob die Fifa Russland eine WM-Qualifikation unter neutraler Flagge gestattet, ist noch offen.

Vorerst von der Sperre nicht betroffen ist Russlands Teilnahme an der Fussball-Europameisterschaft 2020. Als kontinentales Sport-Event fällt die EM nicht unter die Autorität der Wada. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die Uefa auf den Beschluss der Welt-Anti-Doping-Agentur reagiert.

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