ICE-Agenten sollen US-Delegation bei Olympia in Italien sichern

Maja Bojic
Maja Bojic

Italien,

Beamte der US‑Einwanderungsbehörde ICE sollen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Sicherheit der US‑Delegation unterstützen.

ICE Mailand
Die USA schicken Beamte der umstrittenen Einwanderungs‑ und Zollbehoerde ICE zur Unterstützung der Sicherheitsmassnahmen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien. (Archivbild) - keystone

Die USA entsenden Beamte der Einwanderungs‑ und Zollbehörde ICE zur Unterstützung der Sicherheitsmassnahmen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien. Der Schwerpunkt ihres Einsatzes liegt in Mailand, wo die US‑Delegation besonders geschützt werden soll.

Laut der «Ostfriesen‑Zeitung» sollen die ICE-Beamten nach Angaben offizieller Quellen den diplomatischen Sicherheitsdienst der USA unterstützen. Sie treten dabei nicht als Einwanderungskontrolleure auf, betonen die US-Behörden.

Die Mission ist Teil einer Zusammenarbeit mehrerer US-Bundesbehörden. Darunter ist auch ICEs Homeland Security Investigations beteiligt.

Mailand lehnt ICE-Einsatz bei Olympia trotz US-Sicherheitsmission ab

Ziel ist es, transnationale kriminelle Bedrohungen im Vorfeld und während der Spiele zu bewerten. «Die Sicherheitsoperationen bleiben ausschliesslich unter italienischer Autorität», erklärte ein Sprecher des US‑Heimatschutzministeriums, wie die «NPR» berichtet.

Mailands amtierender Bürgermeister Giuseppe Sala hat erklärt, ICE‑Beamte seien in seiner Stadt nicht willkommen und kritisierte die Entscheidung scharf.

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Sala bezeichnete die Behörde laut «weos.org» als «eine Miliz, die tötet», und betonte, Mailand könnte seine Sicherheitsaufgaben selbst bewältigen. Diese Position führt zu intensiven öffentlichen Debatten in Italien.

Kritik und politische Reaktionen

Mehrere italienische Politiker haben gegen die Anwesenheit der US‑Beamten bei den Olympischen Spielen protestiert. Oppositionsparteien starteten Petitionen, um die Teilnahme von ICE am Olympia‑Sicherheitsplan zu stoppen.

Sie berufen sich laut «The Guardian» unter anderem auf Berichte über gewaltsame Einsätze der Behörde in den USA. Kritiker argumentieren, dass ICE keine Rolle im Ausland übernehmen sollte.

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi hat zu den geplanten ICE‑Beamten Stellung genommen. Er versicherte, dass sie nur innerhalb diplomatischer Einrichtungen tätig werden sollen.

ICE-Einsatz bei Olympia: Schutz der US-Delegation ohne öffentliche Präsenz

Auf öffentlichem Gebiet sollen die Beamten nicht aktiv sein, schreibt die «Mitteldeutsche Zeitung». Dies sei Teil der Schadensbegrenzung durch die Regierung, um Bedenken über Konflikte mit italienischer Souveränität zu dämpfen.

Die Position von US‑Politikern wird im Zusammenhang mit dem Olympia‑Einsatz von ICE besonders beachtet. Vizepräsident JD Vance und Aussenminister Marco Rubio werden zur Eröffnungszeremonie erwartet.

ICE Mailand
Der geplante Einsatz von ICE bei den Winterspielen sorgt weiterhin für Kontroversen. (Symbolbild) - keystone

Die Rolle der ICE‑Einheit sei auf Schutzaufgaben innerhalb der US‑Delegation begrenzt. Sie sollen nicht für allgemeine Einsätze im öffentlichen Raum zuständig sein, berichtet «The Morning Voice».

Sicherheitsplanung und internationale Zusammenarbeit

Experts im Bereich internationaler Grossereignisse weisen darauf hin, dass Unterstützung durch ausländische Sicherheitsbehörden bei Olympia keine Neuheit sei. Der Einsatz einer umstrittenen Einwanderungsbehörde wie ICE sei jedoch aussergewöhnlich.

Offizielle Vertreter betonen laut «WTOP News», dass ICE vor Ort keine Richtung über die italienischen Sicherheitskräfte habe. Die Beamten sollen nur in unterstützender Funktion tätig werden.

Der geplante Einsatz von ICE bei den Winterspielen sorgt weiterhin für Kontroversen. Er bleibt ein zentrales Thema in der internationalen Berichterstattung und ein Diskussionspunkt in politischen Kreisen Italiens und der USA.

Kommentare

User #7188 (nicht angemeldet)

Wenn die Italiener sich das gefallen lassen....!

User #6021 (nicht angemeldet)

Nein danke für die USA!

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