Nürnberg und St. Pauli trennen sich von ihren Trainern

DPA
DPA

Deutschland,

In Franken hoffen sie auf den letzten rettenden Impuls, in Hamburg bahnte sich das Ende irgendwie an. Jens Keller muss beim 1. FC Nürnberg gehen, Jos Luhukay ist kein Trainer mehr auf St. Pauli.

Jens Keller ist nicht mehr Trainer des 1. FC Nürnberg. Foto: Alexander Hassenstein/getty/Pool/dpa
Jens Keller ist nicht mehr Trainer des 1. FC Nürnberg. Foto: Alexander Hassenstein/getty/Pool/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Gleich zwei Fussball-Zweitligisten haben sich einen Tag nach dem letzten Spieltag von ihren Trainern getrennt.

Besonders pikant: In Jens Keller traf es den Coach des 1. FC Nürnberg, dem das Abrutschen von der Bundesliga in die dritte Liga droht.

Der «Club» muss sich in der Abstiegsrelegation am 7. und 11. Juli gegen den Tabellendritten der dritten Liga behaupten. Gerettet, aber hinter den Erwartungen zurück blieb der FC St. Pauli: Der Kiez-Club beendete die Zusammenarbeit mit Trainer Jos Luhukay, der einen Vertrag mit Gültigkeit bis zum 30. Juni 2021 hatte.

Wer sein Nachfolger wird, wollen die Verantwortlichen in der Sommerpause entscheiden. Dass der 57-Jährige nicht mehr weitermachen darf, kam aber nicht überraschend. Luhukay musste zum einen das sportlich enttäuschende Abschneiden mit dem 14. Tabellenrang verantworten, zudem sorgte der Niederländer mit taktischen und personellen Entscheidungen sowie öffentlichen kritischen Aussagen für Unruhe.

In Nürnberg erhoffen sie sich durch das Ende des Engagements von Keller den nötigen Impuls für die beiden Spiele um den Verbleib in der zweiten Liga. Michael Wiesinger soll die Mannschaft dann als Chefcoach und Marek Mintal als dessen Assistent betreuen, teilte der Verein am Montag mit. Die beiden seien die einzige sinnvolle Lösung. «Beide kennen die Mannschaft, das Umfeld und können ohne Eingewöhnung direkt loslegen», sagte Sportvorstand Robert Palikuca.

Keller war im November als Nachfolger von Damir Canadi zum FCN gekommen. Dem sogar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Traditionsverein aber konnte er nicht zum Erfolg verhelfen. Nach der Corona-Pause gewann er nur eines von neun Spielen. Am Sonntag spielte Nürnberg 1:1 in Kiel - mit einem Sieg hätte die Rettung geklappt. Der gebürtige Stuttgarter holte in 21 Spielen nur fünf Siege und acht Remis und damit einen noch schlechteren Punkteschnitt als Canadi.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-607569/5

Kommentare

Weiterlesen

donald trump
1’124 Interaktionen
Grönland-Erpressung
Le Constellation
21 Interaktionen
Crans-Montana

MEHR IN SPORT

Handball-EM
Dank Slowenen
EV Zug
1 Interaktionen
Final-Traum geplatzt
Champions League
3 Interaktionen
Norweger jubeln

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Europa hat billionenschwere Investitionslücke
12 Interaktionen
Frankfurt/Main
Berlinale
Anderson bis Tatum
Klementyna Suchanow
1 Interaktionen
Aus Polen