Friedenspreis Dresden geht an polnische Frauenrechtsaktivistin

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Deutschland,

Der Friedenspreis Dresden geht in diesem Jahr an die polnische Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow.

Klementyna Suchanow
Klementyna Suchanow (l.). - keystone

Man würdige damit das Engagement der Schriftstellerin und Journalistin für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Frieden, teilte die Initiative Friedenspreis mit. Sie verbinde dabei ihre osteuropäische Perspektive auf das Wiedererstarken autoritärer Strukturen mit dem Thema Frauenrechte aus geopolitischer Sicht.

Suchanow dankte der Initiative. «Ich bin überwältigt von Ihrer Auszeichnung, eine solche Ehre hätte ich mir nie erträumt», schrieb Suchanow demnach. Es sei das erste Mal, dass ihr so etwas passiere.

Die Mitbegründerin der Bewegung «Ogolnopolski Strajk Kobjet» («Allpolnischer Frauenstreik») brachte den Angaben nach seit 2016 Zehntausende gegen die nationalkonservative PiS-Regierung auf die Strasse: für Meinungsfreiheit, gegen den Abbau des Rechtsstaats und das faktische Abtreibungsverbot. In der Folge sei sie festgenommen und in Haft misshandelt worden. Ihr 2023 erschienenes Buch «Das ist Krieg» befasst sich mit radikalen Fundamentalisten und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen sowie Minderheiten.

Bei der festlichen Preisverleihung am 12. April in der Dresdner Semperoper soll der langjährige luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn eine Laudatio halten. Der von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützte Friedenspreis ist mit 10.000 Euro (rund 9.300 Franken) dotiert.

Er wird seit 2010 an Persönlichkeiten vergeben, «die sich in besonderer Weise um Frieden und Völkerverständigung bemühen». Bisherige Preisträger waren unter anderen Michail Gorbatschow, der Herzog von Kent, Whistleblower Daniel Ellsberg und Friedensaktivistin Kim Phuc Phan Thi, die als Napalm-Opfer auf einem berühmten Foto aus dem Vietnamkrieg zu sehen ist. 2025 ging der Preis an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

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