Mit perfekten Runs und Spass den Heimvorteil nutzen
Am Samstag finden im Skills Park die Titelkämpfe der Skateboarder statt. Mit dabei der 13-jährige Winterthurer Henri Libiez.

1963 wurde in Kalifornien der erste Skateboard-Wettkampf ausgetragen. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 begeisterte die spektakuläre Sportart mit den Disziplinen Park- und Street erstmals vor Publikum. Einmal an Olympischen Spielen teilnehmen und seine Tricks über Treppengeländer und Rails zum Besten geben möchte auch der Winterthurer Henri Libiez.
Am kommenden Samstag nimmt der talentierte 13-Jährige er zum zweiten Mal an Schweizermeisterschaften teil und dies auf seiner Trainingsanlage im Winterthurer Skills Park.
Redaktion: Siehst Du die Tatsache, die Hindernisse im Skills Park wie Deine Hosentaschen zu kennen, als Vorteil für den Contest am Samstag?
Henri Libiez: Ja, das denke ich schon, hier trainiere ich in jeder freien Minute. Der Skills Park ist wie mein Wohnzimmer – diesen Vorteil möchte ich schon ausnützen.
Redaktion: Wie lange betreibst Du diese Sportart bereits?
Libiez: Ein Skateboard hatte ich schon länger, hatte früher jedoch Tennis und Eishockey beim EHCW gespielt. Vor zwei Jahren entschied ich mich aber für das Skateboarden. Es ist einfach cool und mit Simon Stricker (Stricker ist erfolgreicher Schweizer Skateboard-Profi und führt mit seinem Unternehmen Stricker Freestyle Sport unter anderem die Skate Academy im Skills Park) trainiert mich eines meiner Vorbilder, das spornt zusätzlich an.
Redaktion: Was steht im Vordergrund, der Sport selbst oder einfach die Szene, der Lebensstil?
Libiez: Skateboarden macht mich einfach glücklich. Selbst in den Ferien mit der Familie lasse ich keine Gelegenheit aus, etwa in Paris vor dem Eiffelturm über Geländer zu sliden, Treppen hinunterzuspringen, das macht einfach Spass. Das so Gelernte dann an Wettkämpfen wie am nächsten Samstag zu zeigen, ist toll.
Redaktion: Du möchtest also am Samstag der Beste sein?
Libiez: Klar (lacht). Aber es ist so, dass bei uns bis 16-Jährige starten dürfen und die haben teils schon noch mehr drauf. Mein Ziel ist es, in den Qualifikationsläufen in die Top 8 zu fahren und so erstmals an einem Final um die Schweizermeisterschaft teilzunehmen.
Redaktion: Hast Du Dir eine Taktik zugelegt?
Libiez: Ich habe zwei Qualifikations-Runs mit je 45 Sekunden Länge zu bestreiten. Im ersten werde ich etwas vorsichtiger rangehen, um erste Punkte einzufahren. Im zweiten werde ich aber mehr Risiko nehmen, das wird nötig sein für eine Final-Quali. Dazu kommen fünf Best-Trick-Versuche für einzelne Tricks, die beiden besten werden gewertet und ergaben die Gesamtpunktzahl. Komme ich ins Final, werde ich «all in» gehen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.








