Das Olympische Komitee von Lettland fordert seine Sportlerinnen und Sportler auf, nicht in Russland an Wettkämpfen teilzunehmen.
Riga
Eine lettische Fahne am Freiheitsdenkmal. 1918 proklamierte das Land seine erste Unabhängigkeit von Russland, die 1990 erneuert wurde. Foto: Alexander Welscher/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Lettlands Olympisches Komitee ruft seine Sportlerinnen und Sportler zum Boykott auf.
  • Ähnliche Forderungen gibt es auch im benachbarten Litauen.

Lettlands Nationales Olympisches Komitee (LNOK) hat den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilt und in Reaktion darauf lettische Athleten dazu aufgerufen, nicht an Sportveranstaltungen in Russland teilzunehmen. Auch sollten die Sportler des baltischen EU- und Nato-Landes den Kontakt mit russischen Sportorganisation einschränken, teilte das LNOK auf Twitter mit.

Ähnliche Forderungen erhob im benachbarten Litauen auch die für Sport zuständige Bildungsministerin Jurgita Siugzdiniene. «Der Sport wird in der Regel von der Politik getrennt, aber es müssen alle möglichen Massnahmen gegen den Angreifer ergriffen werden. Daher fordere ich alle litauischen Athleten dringend auf, die Beziehungen zu Russland abzubrechen», sagte sie. «Unsere Position muss klar und stark sein.» 

Zusammen mit den Nationalen Olympischen Komitees der beiden anderen baltischen Staaten Estland und Litauen bot das LNOK zudem der Ukraine seine Hilfe an. «Wir sind Eure Freunde, wir sind eine olympische Familie, wir sind bereit, jegliche Unterstützung oder Hilfe für Eure Athleten und Entourage zu leisten», hiess es in einem gemeinsamen Schreiben an das Nationale Olympischen Komitee der Ukraine. 

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