Schweiz und Tunesien leiten Konferenz zur Reintegration
Die Schweiz hat am Dienstag zusammen mit Tunesien in Lausanne den Vorsitz einer Konferenz zur nachhaltigen Reintegration von zurückgekehrten Migrantinnen und Migranten geführt. Vertreter von über 30 Staaten aus Europa und Afrika suchen nach Wegen, um Rückkehr und Entwicklung zu verknüpfen.

Das Ziel des Treffens ist es, die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft zu stärken, um konkrete Lösungen zu finden, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte.
Der gemeinsame Vorsitz der Konferenz soll die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Tunesien im Migrationsbereich stärken. Beide Länder verbindet seit 2012 eine Migrationspartnerschaft. Diese verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sichere Grenzen, die Förderung regulärer Migrationswege, eine würdevolle Rückkehr und Reintegration sowie den Schutz von Migrantinnen und Migranten umfasst.
Die nachhaltige berufliche und gesellschaftliche Reintegration gelte als ein wesentliches Element einer wirksamen Migrationsgouvernanz, so das SEM weiter. Diese beschreibt die politische und organisatorische Steuerung von Migration durch Staaten und internationale Zusammenarbeit.
Durch Unterstützung sollen zurückgekehrte Migrantinnen und Migranten zu Akteuren der Entwicklung in ihren Herkunftsländern werden. Dies könne durch die Weitergabe von Wissen und Fähigkeiten sowie durch Investitionen in Mikrounternehmen geschehen.
Die Konferenz ist die erste Veranstaltung im Rahmen des sogenannten Rabat-Prozesses unter Schweizer Vorsitz. Die Schweiz hat die Leitung dieses europäisch-afrikanischen Dialogs zu Migration und Entwicklung 2026 übernommen. Der Rabat-Prozess umfasst 28 afrikanische und 29 europäische Staaten sowie die EU und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Er dient als Rahmen für den Dialog zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten.










