Futsal Minerva lanciert am Sonntag den Women's Day
Wie weiter im Frauenfussball und im Futsal? Am «Women's Day» von Futsal Minerva vom Sonntag werden an einer Podiumsdiskussion Antworten auf diese Frage gesucht.

Das Wichtigste in Kürze
- Futsal Minerva organisiert am Sonntag den «Women's Day».
- Dieser findet rund um den Heimspieltag in den Sporthallen Weissenstein.
- Es findet unter anderem eine Podiumsdiskussion statt.
Am Sonntag steigt in den Sporthallen Weissenstein in Bern der 5. Spieltag der «Swiss Futsal Womens Premier League». Doch es wird nicht nur gekickt: Futsal Minerva organsiert rund um den Spieltag auch den ersten «Futsal Minerva Women’s Day».
Dieser Tag soll ganz im Zeichen des Frauen-Futsals stehen. Und bietet neben einem grossen Rahmenprogramm auch eine Podiumsdiskussion.

Moderator Brian Ruchti wird sich mit mehreren Vertreterinnen aus dem Schweizer Frauenfussball über das Thema «Wie weiter mit dem Frauenfussball und Futsal?» unterhalten.
Dabei sind: Hannah Sutter (Co-Gesamtprojektleiterin WEURO 2025), Carole Fasel (Trainerin der U15-Frauen-Nati und der FU20 bei YB) sowie Lydia Dubach (Projektleitung Legacy WEURO25)

Minerva-Präsident Miro Prskalo erklärt, was hinter der Idee des ersten Womens Day steckt: «Wir sind immer noch recht unbekannt und gelten als Randsport. Darum haben wir uns überlegt, in diesem Jahr verschiedene Special Days mit Aktivitäten rund um die Spiele zu organisieren. Neben dem Women’s Day wird es auch noch einen Kids Day und einen Minerva Day geben.»

Dass der Women’s Day am 18. Januar stattfindet, ist kein Zufall: «Weil die Frauen am Sonntag ihren Heimspieltag haben, wollen wir mit dem Podiumsgespräch für Aufmerksamkeit sorgen.»
Dieser Tag soll in den kommenden Jahren zudem wiederholt und weiter ausgebaut werden, so Prskalo weiter.
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«Futsal ist eine super Ergänzung zum Fussball»
Obwohl Miro Prskalo erklärt, dass Futsal weiterhin als Randsport gilt, ist das Wachstum deutlich spürbar. Das betrifft vor allem auch den Frauen-Futsal. Wie erklärt sich der Minerva-Präsident dieses Wachstum?
«Wir haben rund 3300 lizenzierte Spieler – und das sind nur die Aktiven. Dazu kommt die Futsal Juniors League, bei der allein in Bern 750 Kinder aktiv sind. Ein Drittel davon sind Mädchen. Ein Grund ist sicher der Platzmangel auf den Rasenplätzen. Und Futsal ist eine super Ergänzung zum Fussball.»

Prskalo lobt, wie viel derzeit schweizweit unternommen wird, um Futsal populärer zu machen. Dabei ist ihm wichtig, zu betonen, dass der Sport nicht in Konkurrenz zum normalen Fussball stehen will.
«Draussen wird nur während acht Monaten gekickt. Und je jünger die Kinder, desto weniger Spiele haben sie. Ich sehe Futsal daher als optimale Ergänzung – und nicht als Konkurrenz.»
Doch auch Prskalo unterstreicht, dass noch viel Optimierungspotenzial vorhanden sei. Vor allem bei den Frauen: «Es müsst eine Nationalmannschaft gegründet werden. Das ist aber auch eine finanzielle Frage. Zudem bräuchten wir mehr regionale Ligen, da hat es viel Luft nach oben.»
Doch es gebe auch Treiber, die bei der Entwicklung helfen. «Es ist Weltklasse, was die WEURO 25 in der Schweiz ausgelöst hat. In diesem Windschatten kann man sich entwickeln.»

Dazu kommen bekannte Zugpferde wie die ehemaligen Nationalspielerinnen Martina Moser oder Rahel Kiwic, die mittlerweile auch Futsal spielen, genau wie beispielsweise auch Malin Gut. «Solche grosse Namen aus dem Frauenfussball helfen natürlich auch, um den Futsal breiter bekannt zu machen.»
Der Eintritt zum Women’s Day vom Sonntag ist kostenlos, das Podiumsgespräch startet um 15.30 Uhr.








