Europameisterin Werro: «Könnte noch schneller laufen»
Audrey Werro sagt nach ihrem Gold-Traumlauf, sie hätte noch schneller sein können. Noch 24 Stunden zuvor lag sie am Boden.
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Das Wichtigste in Kürze
- Audrey Werro läuft über 800 m zu EM-Gold.
- Wegen ihres Sturzes im Halbfinal musste sie von Bahn 9 starten – für sie kein Problem.
- Ihre Taktik sei es gewesen, «immer schneller und schneller» zu laufen.
Mit einem Traumlauf in 1:54,81 Minuten knackt Audrey Werro den EM-Rekord und krönt sich zur Europameisterin. Dabei sah gestern noch alles anders als goldig aus.
Im Halbfinal stürzte die 22-Jährige heftig, schaffte es dennoch in den Final über 800 m. Dort aber musste sie auf der Aussenbahn starten.
Nach dem Traumlauf wurde sie von den Fans während des «SRF»-Interviews gefeiert, ihre Augen waren feucht. «Ich bin sehr glücklich», sagt Werro. Sie müsse aber zuerst einmal schlafen, um alles zu realisieren.

Im Vorfeld sei es schwierig gewesen, da sie keine gute Qualifikation absolviert habe, sagt sie. Doch beim Startschuss sei sie dann im Kopf bereit gewesen.
Den Start auf Bahn 9 störte sie nicht, obwohl es eine Premiere war, wie sie erzählt. «Ich mag alle Bahnen.» Und von ganz aussen habe sie ihre Konkurrentinnen dann gut beobachten können.
Schon kurz nach dem Start setzte sie sich an die Spitze. Und von dort liess sie sich nicht mehr verdrängen. «Ich entschied, immer schneller und schneller zu laufen. Das ist für mich die beste Taktik», sagt sie.
Und am Schluss habe sie sogar noch Energie gehabt. «Wenn noch eine Athletin gekommen wäre, hätte ich noch schneller laufen können.»











