Beuth: E-Sportler sind «noch keine Sportler»

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat sich erneut vehement gegen die Anerkennung des E-Sports als Sport ausgesprochen.

    Der hessische Innenminister Peter Beuth sieht in E-Sport keinen Sport. Foto: Boris Roessler
    Der hessische Innenminister Peter Beuth sieht in E-Sport keinen Sport. Foto: Boris Roessler - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beuth fürchtet, dass der Sport einen Teil seiner Autonomie aufgäbe, wenn er den E-Sport unter sein Dach nähme: «Weil die Industrie die Regeln der Spiele bestimmt und nicht der Verband.

    «Nur weil junge Menschen ihre Finger erstaunlich schnell bewegen und Entscheidungen in Sekundenbruchteilen fällen, sind sie noch keine Sportler», sagte der 51-Jährige im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich wiederholt klar gegen eine Aufnahme des E-Sports und damit gegen die Anerkennung als gemeinnützig ausgesprochen.

    Beuth fürchtet, dass der Sport einen Teil seiner Autonomie aufgäbe, wenn er den E-Sport unter sein Dach nähme: «Weil die Industrie die Regeln der Spiele bestimmt und nicht der Verband. Die Sportler müssen sich also nach dem richten, was die Spielentwickler mit Blick auf den Markt festlegen.» Zudem betonte er, dass hinter den E-Sport-Turnieren Marketingstrategien der Gaming-Industrie und der Sponsoren steckten:  «Das ist ihr Geschäft, niemand will das verbieten. Aber sie sollen uns das nicht als Sport verkaufen, so wie ihn die Gesellschaft versteht.»

    In einem vom DOSB in Auftrag gegebenen Gutachten wurde unter anderem die fehlende Körperlichkeit beim E-Sport als Grund für die Ablehnung genannt. Zum Einwand, dass beispielsweise Schach als Sportart anerkannt sei, obwohl dort auch nicht die Bewegung im Mittelpunkt stehe, sagte der CDU-Politiker: «Das stimmt. Aber Schach hat eine lange Tradition. Der Deutsche Schachbund gehört viele Jahre dem Dachverband des deutschen Sports an. Vermutlich würde man heute, ginge es um einen Aufnahmeantrag, intensiv darüber diskutieren. Den Status quo sollte man aber aushalten können.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Volksinitiativen
    523 Interaktionen
    Abstimmungen
    Schweizer Nati Nico Elvedi
    20 Interaktionen
    Flug-Chaos

    MEHR IN SPORT

    Nations League Frankreich Italien
    4 Interaktionen
    Nations League
    NFL Dating Betrüger FBI
    2 Interaktionen
    60 Frauen beklaut
    Schweizer Nati Schottland
    20 Interaktionen
    Tank-Stopp nötig
    irland
    19 Interaktionen
    Nach Iren-Protest

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Biontech
    11 Interaktionen
    Biontech
    Grüne Berlin
    2 Interaktionen
    Für Sondierungen