Zürcher Regierungsrat plant Psychiatrie-Station im Gefängnis
Der Zürcher Regierungsrat will eine akutpsychiatrische Station für Inhaftierte in einem bestehenden Gefängnis einrichten. Damit sollen externe psychiatrische Kliniken entlastet und Kosten für die Bewachung von Gefangenen gesenkt werden.

Der Bedarf an psychiatrischer Akutbehandlung für Inhaftierte ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, schreibt der Regierungsrat in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Konkret sind mehr als 60 Prozent der inhaftierten Personen von psychischen Erkrankungen betroffen.
Da deren Unterbringung in «normalen» Stationen mit erhöhten Sicherheitsrisiken verbunden ist, sollen die Bedürfnisse dieser «anforderungsreichen Patientengruppe» durch eine gefängnisinterne Station gedeckt werden. Mit dieser Lösung werde der Bedarf an Plätzen für psychisch akut erkrankte Inhaftierte gedeckt. Gleichzeitig würden die Akutkapazitäten der Allgemeinpsychiatrie entlastet.






