Zürcher Gemeinderat will 50 Prozent Chefinnen auf Kaderstufe
In der Zürcher Stadtverwaltung ist die Gleichstellung der Geschlechter in Kaderpositionen noch nicht erreicht. Dies will eine Mehrheit des Gemeinderates ändern: Sie fordert neu 50 Prozent Frauen in Kaderpositionen. Erreicht werden soll die Vorgabe bis in acht Jahren.

«Umsetzung unbefriedigend», «äusserst peinlich» und «Schluss mit dem Boys Club»: Vor allem Gemeinderätinnen von linker Seite zeigten sich am Mittwoch sehr unzufrieden mit der stadträtlichen Frauenförderung.
Sie reichten deshalb ein Postulat ein, das künftig einen Frauenanteil von 50 Prozent auf Kaderstufe fordert. Aktuell gilt eine Vorgabe von 35 Prozent – und selbst diese wird in vielen Departementen nicht erreicht.
Die Ratsmehrheit will dem Stadtrat nun Dampf machen: Mit 58 Ja- zu 46 Nein-Stimmen bei 14 Enthaltungen überwies das Parlament den Vorstoss. Der Stadtrat muss nun prüfen, wie er mehr Kaderstellen mit Frauen besetzen kann.
Ebenfalls überwiesen wurde am Mittwoch eine GLP-Motion. Sie fordert zwar keine höhere Frauenquote als 35 Prozent – aber dafür die verbindliche Umsetzung des 35-Prozent-Ziels. So soll etwa bei jeder Kader-Anstellung eine Gleichstellungsfachperson beigezogen werden.






