Regierung

So viele Frauen wie noch nie kandidieren für die Bündner Regierung

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Graubünden wählt am Sonntag, 14. Juni, die fünfköpfige Kantonsregierung neu. Neun Kandidierende stellen sich zur Wahl – und so viele Frauen wie noch nie.

Mitte-Regierungsrat Jon Domenic Parolini kann aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr zu den Regierungswahlen am 14. Juni in Graubünden antreten.
Mitte-Regierungsrat Jon Domenic Parolini kann aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr zu den Regierungswahlen am 14. Juni in Graubünden antreten. - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Konkret treten vier Frauen und fünf Männer an. Nur einmal waren es gesamthaft mehr Kandidierende: 2010 versuchten zehn Personen ihr Glück. Den Einzug erneut schaffen dürften die vier bisherigen Regierungsmitglieder Martin Bühler (FDP), Marcus Caduff (Mitte), Carmelia Maissen (Mitte) und Peter Peyer (SP).

In Graubünden kam es in diesem Jahrhundert zu keiner Abwahl eines amtierenden Regierungsmitglieds. Spannend dürfte das Rennen um den fünften Sitz werden. Jon Domenic Parolini (Mitte) kann wegen der Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren nicht mehr kandidieren. Die Mitte möchte ihre Regierungsmehrheit mit der aktuellen Gemeindepräsidentin von Scuol, Aita Zanetti, verteidigen.

Herausgefordert wird Zanetti unter anderem von Valérie Favre Accola. Mit der amtierenden Standespräsidentin unternimmt die SVP einen weiteren Anlauf, den Sprung zurück in die Regierung zu schaffen. Dies ist ihr seit der Abspaltung der BDP (heute Mitte) 2008 nie mehr gelungen.

Anders als vor vier Jahren strebt am 14. Juni aber auch die GLP einen Sitz an. Sie möchte dies mit der Gemeindepräsidentin von Pontresina, Nora Saratz Cazin, bewerkstelligen.

Auch die FDP hat Wachstumspläne. Sie will neben Bühler mit Maurizio Michael einen zweiten Freisinnigen in der Exekutive platzieren. Der Bündner Parteipräsident möchte der italienischsprachigen Bevölkerung einen Sitz in der Regierung sichern.

Ohne Partei im Rücken geht Reto Bott aus S-chanf ins Rennen. Der 24-jährige Rechtswissenschaftsstudent möchte Politik «für die Allgemeinheit wieder verständlicher machen».

Schafft bei der Majorzwahl am 14. Juni tatsächlich eine zweite Frau den Einzug in die Exekutive, wäre dies für Graubünden historisch. Bisher nahmen erst drei Frauen Einsitz im Regierungsrat – nie zwei gleichzeitig. Neben der amtierenden Regierungsrätin Maissen regierten in Graubünden bisher Eveline Widmer-Schlumpf und Barbara Janom Steiner (ursprünglich beide SVP, später BDP).

Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Braucht es denn dort auch mehr Linke und Grüne in Graubünden. Hoffentlich merken es die Stimmbürger.

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