SVP und FDP stehen hinter der Rettung des Spitals Samedan GR
Die SVP und die FDP der Region Oberengadin-Bregaglia unterstützen den letzten Versuch, das Spital in Samedan zu retten. Im November hatten die Parteien einen Überbrückungskredit von 50,8 Millionen Franken für eine neue Leistungsvereinbarung zwischen den Gemeinden und der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin noch abgelehnt.

Der Plan zur Neuorganisation der Gesundheitsversorgung im Oberengadin überzeugt die bürgerlichen Parteien. Nach Ansicht der SVP ist die Schaffung der neuen öffentlich-rechtlichen Körperschaft «Sanadura» ein richtiger und notwendiger Schritt. Diese Position wird auch von den Liberalen geteilt, wie der Präsident der FDP Oberengadin-Bregaglia, Leandro Testa, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.
Die neue Körperschaft wird die Zuständigkeit, Finanzierung und Verwaltung der Gesundheitsversorgung im Oberengadin verbindlich regeln. Zu ihrer Gründung ist jedoch die Zustimmung von mindestens sieben der elf Gemeinden erforderlich. Die Abstimmungen finden am 4. Februar in den Gemeindeversammlungen statt. Die Stimmberechtigten von St. Moritz werden sich am 8. März an der Urnen äussern.
Die Bevölkerung muss sich auch zu drei neuen Leistungsvereinbarungen äussern. Die erste – vorerst gültig bis Ende 2026 – garantiert die medizinische Versorgung durch einen neuen Vertrag mit dem Kantonsspital Chur und der Klinik Gut in St. Moritz. Zwei weitere Vereinbarungen sind notwendig, um die Langzeitpflege zu gewährleisten, zu der Altenheime und der Spitex-Dienst gehören.
In einem Schreiben der SVP, unterzeichnet vom Präsidenten der Regionalsektion Oberengadin-Bregaglia, wird ein Appell an die Gemeinden gerichtet: Es sei Zeit, solidarisch zu handeln. «Wenn alle am gleichen Strick ziehen, entsteht eine starke regionale Trägerschaft – eine, die vom Kanton, von Leistungserbringern und Partnern ernst genommen wird», heisst es in dem Schreiben.










