Parlament

Stadtzürcher Parlament unterstützt Verkehrsvision um Hauptbahnhof

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Rund um den Zürcher Hauptbahnhof soll es weniger Autoverkehr geben. Das Stadtparlament hat die Vision des Stadtrats am Mittwoch hart debattiert, aber letztlich klar unterstützt.

Rund um den Zürcher Hauptbahnhof soll es mehr Platz für Fussgänger und Velofahrerinnen geben. Nicht alle Parteien im Stadtparlament sind begeistert davon. (Archivbild)
Rund um den Zürcher Hauptbahnhof soll es mehr Platz für Fussgänger und Velofahrerinnen geben. Nicht alle Parteien im Stadtparlament sind begeistert davon. (Archivbild) - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

SVP und FDP konnten mit der Vision, die Tempo 30, mehr Grün und mehr Platz für Velos und Fussgänger beinhaltet, gar nichts anfangen. So sprach Andreas Egli (FDP) von einer «dogmatischen Anti-Auto-Vision». Stephan Iten (SVP) fand, es werde «heisse Luft» verbreitet und empfahl dem Stadtrat wegen des zugrunde liegenden «Weissbuchs Stadtraum Hauptbahnhof 2050» den Gang zum Psychiater.

Andere lancierten gleich vier begleitende Vorstösse, um noch mehr für Velos und den öffentlichen Verkehr (öV) zu tun. Xenia Voellmy (GLP) nannte das Weissbuch ein sorgfältig erarbeitetes Grundsatzpapier. Ein «Auto-Highway» habe beim Hauptbahnhof keinen Platz, sagte Markus Knauss (Grüne).

Neben dem Hauptstreitpunkt Autoverkehr ging es auch um Differenzen beim öV. Die FDP fand, das Umsteigen werde durch eine neue Anordnung erschwert. Anna Graff (SP) verwies darauf, dass alle Haltestellen hindernisfrei sein werden. Der öffentliche Verkehr werde nicht geschwächt.

Das Weissbuch werde helfen, den Raum um den Hauptbahnhof zu einer Visitenkarte zu machen, meinte Knauss, Amsterdam sei da ein gutes Vorbild. Michael Schmid (AL) warnte zwar vor einer «exklusiven Gastro- und Shoppingmeile» und steigenden Mieten wegen eines attraktiven Umfelds, freute sich aber über unkommerzielle Räume an der Limmat.

Am Mittwoch ging es trotz grosser Debatte nur um die Kenntnisnahme des Berichtes zu einer Motion, die einst von allen Parteien überwiesen worden war. FDP und SVP wollten diesen ablehnend zur Kenntnis nehmen, unterlagen aber mit 31 zu 85 Stimmen.

Der Stadtrat plant einzelne Etappen und hat einige schon umgesetzt, etwa die Postterrasse bei der Sihlpost oder den Velotunnel unter dem Hauptbahnhof. Stadträtin Simone Brander (SP) freute sich, dass der Gemeinderat die Etappen jeweils verabschiedet. Auch wenn es noch lange dauere, die ganze Vision umzusetzen, solle der Raum Hauptbahnhof «aus seinem Auto-Korsett befreit werden».

Eine Mehrheit von SP, Grünen, AL, und GLP überwies anschliessend die vier Vorstösse an den Stadtrat. Dieser soll nun eine Weisung für eine Tramverbindung am Neumühlequai umsetzen. Eine unterirdische Veloabstellanlage beim Landesmuseum, ein Konzept für die oberirdische Führung des Veloverkehrs im Raum Hauptbahnhof/Central sowie eine getrennte Führung der Velos vom motorisierten Verkehr in der Unterführung beim Bahnhofquai soll der Stadtrat zudem prüfen.

Kommentare

User #4157 (nicht angemeldet)

Klar wird unterstütz alle autos in den städtern zu verbannen um foxtrail ahvnationalpark rund um den bahnhof zu machen, Zürich hasst autos und das business das diese bringen..

User #1943 (nicht angemeldet)

Die Schweiz ist auf dem besten Weg, autofrei zu werden. Zumindest in den Städten. Weil man keine Lösung finden kann/will.

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