Stadt Zürich

ZHdK stärkt Struktur und erzielt Gewinn

Die Zürcher Hochschule der Künste richtet sich neu aus und schliesst 2025 mit Gewinn ab. Forschung, Lehre und internationale Projekte wurden weiter ausgebaut.

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Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. - Community

Wie die Zürcher Hochschule der Künste mitteilt, wurden mit der Entwicklung einer neuen Organisationsstruktur die Weichen zur Etablierung der Prorektorate «Bildung» sowie «Forschung und Innovation» gestellt und damit die Grundlage für eine zukunftsfähige Hochschulentwicklung geschaffen.

Parallel dazu waren Studierende aus allen Departementen auch im Jahr 2025 in Forschungs- und Kreationsprozessen weltweit vernetzt und haben ihre Arbeiten unter anderem an der Weltausstellung EXPO 2025 in Osaka oder in Boston und New York präsentiert.

Anlass zum Feiern gab es in der Musik: Zwei für das hiesige Musikschaffen prägende Studiengänge und ein Forschungsinstitut blicken auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Herausragend war das Jahr für die Filmschaffenden der ZHdK, die eine Vielzahl an renommierten Auszeichnungen entgegennehmen durften.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz wurde zudem ein breites Angebot an Austausch- und Weiterbildungsformaten konzipiert, mit dem Hochschulangehörige ihre entsprechenden Kompetenzen weiterentwickeln.

Stabilisierung der Finanzen zeigt Wirkung

Im Sommer 2024 hatte die ZHdK die Stabilisierungsinitiative der Finanzen lanciert, um die Handlungs- und Entwicklungsfähigkeit der Hochschule nachhaltig zu gewährleisten und die Reserven für künftige Vorhaben wieder aufzubauen. In den Jahren 2025 bis 2029 sind entsprechende Einsparungen zu realisieren.

Die Hochschule ist auf Kurs, der Jahresabschluss 2025 bestätigt die Wirksamkeit der Stabilisierungsinitiative: Die ZHdK präsentiert mit einem Gewinn von 4,1 Millionen Franken ein positives Jahresergebnis und kann ihre Reserven erhöhen.

Für 2026 rechnet die ZHdK erneut mit einem positiven Ergebnis, während sich das Sparpaket des Bundes und wieder steigende Projektkosten ab 2027 in der Rechnung niederschlagen werden.

Gesellschaftliche Relevanz der Künste

Die ZHdK ist ein Ort, an dem Kunst entsteht, an dem aber auch immer die Gesellschaft hinterfragt und gestaltet wird. Absolventen sind qualifiziert, einen relevanten Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und begehen vielfältige Wege in- und vor allem ausserhalb der klassischen Kreativwirtschaft.

Denn: Nur ein Drittel der Personen in kreativen Berufen – beispielsweise Designer, Autoren oder Entwickler – arbeitet in der klassischen Kreativwirtschaft wie in Verlagen, Theatern oder Designbüros. Die grosse, oft übersehene Mehrheit der sogenannten «embedded creatives» ist in kreativen Berufen tätig, aber ausserhalb des Kreativsektors.

Der Markt hat den Wert kreativer Kompetenzen längst erkannt. Um dieser Realität Rechnung zu tragen, muss der Begriff der Wertschöpfung neu gedacht werden. Ein Fokus des Jahresberichts widmet sich dem Aspekt der Relevanz der Künste und zeichnet auch nach, wie Studierende ihre spezifischen Profile für die Arbeitswelt von morgen gestalten und unternehmerisches Denken und Handeln entwickeln.

Der Blick auf 2025 zeigt, wie die ZHdK konkrete Perspektiven angesichts der realen gesellschaftlichen Herausforderungen anbietet. «Lehre und Forschung an einer Kunsthochschule bringen Sichtweisen ein, die anderswo fehlen: kritisch, spekulativ, sinnlich, ganzheitlich, zukunftsgerichtet», betont Rektorin Karin Mairitsch in ihrem Vorwort zum Jahresbericht.

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