Stadt Bern prüft erweitertes inklusives Bauen bei Schulhäusern

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Der Berner Stadtrat wünscht sich ein Pilotprojekt, das die Inklusion beim Bau von Schulhäusern breiter fasst. Er hat eine entsprechende Richtlinienmotion am Donnerstag mit 43 zu 5 Stimmen angenommen. 13 Stadtratsmitglieder enthielten sich der Stimme.

Der Berner Stadtrat möchte, dass beim Bau von Schulhäusern auch psychische und geistige Behinderungen berücksichtigt werden. (Symbolbild)
Der Berner Stadtrat möchte, dass beim Bau von Schulhäusern auch psychische und geistige Behinderungen berücksichtigt werden. (Symbolbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Schulhäuser sollten nicht nur für Menschen mit körperlichen Einschränkungen optimiert werden, sondern auch für Personen mit psychischen oder geistigen Behinderungen, forderten Franziska Geiser (GB), Sarah Rubin (GB) und Tobias Sennhauser (Tier im Fokus).

Sie warben für bauliche Massnahmen, die über die bestehende Schweizer Norm SIA 500 hinausgehen. Denkbar seien auch etwa reizarme Räume, schallschluckende Decken und eine angepasste Lichtgestaltung, um den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

Stadtpräsidentin Marieke Kruit (SP) sagte, das laufende Projekt für die Gesamtsanierung der Volksschule Tscharnergut könne als Pilotprojekt angesehen werden. Zurzeit werde ein Vorprojekt erarbeitet, bei dem reguläre Klassen und Klassen der besonderen Volksschule gemeinsame Cluster bilden.

Kruit und mehrere Votantinnen wiesen aber auch auf planerische Zielkonflikte hin, etwa zwischen der standardmässig geforderten Raumhelligkeit und den Bedürfnissen lichtempfindlicher Kinder. Mögliche finanzielle Mehrkosten durch die erweiterten Standards lassen sich laut Gemeinderat zurzeit noch nicht beziffern.

Kommentare

User #4101 (nicht angemeldet)

Das wird wieder teuer für die arbeitende Bevölkerung

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