St. Galler SP-Kantonsrat fordert Hitzeschutz auf Baustellen

    Franz Welte
    Franz Welte

    Gossau,

    Angesichts der aktuellen Hitzewelle fordert der Gossauer SP-Kantonsrat Florian Kobler verbindliche Hitzeschutzmassnahmen auf Baustellen.

    Florian Kobler
    SP-Kantonsrat Florian Kobler will verbindlichen Hitzeschutz für Bauarbeiter. - pd

    Florian Kobler, Gossauer SP-Kantonsrat, hat kürzlich eine Einfache Anfrage mit dem Titel «Hitzeschutz auf Baustellen – wann handelt der Kanton?» eingereicht. Der Sozialdemokrat macht in seinem politischen Vorstoss zunächst darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen des Klimawandels längst auch auf Baustellen spürbar sind.

    Zunehmend führten Hitzewellen zu gesundheitlich belastenden und teilweise gefährlichen Arbeitsbedingungen für Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter. Insbesondere Bauarbeiten unter direkter Sonneneinstrahlung erhöhten das Risiko von Dehydrierung, Kreislaufbeschwerden, Hitzschlag und Arbeitsausfällen.

    Arbeitsunterbruch in Genf

    Das Genfer Arbeitsinspektorat hat deshalb während der jüngsten Hitzewelle einen Arbeitsunterbruch für Tätigkeit im Freien und in direkter Sonneneinstrahlung angeordnet. Ab 13 Uhr mussten entsprechende Arbeiten eingestellt werden.

    Bauarbeiter Waadt Hitze
    Der Sozialdemokrat macht in seinem politischen Vorstoss darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen des Klimawandels längst auch auf Baustellen spürbar sind. (Symbolbild) - keystone

    Für unverzichtbare Tätigkeiten wurde ein Rotationssystem mit geregelten Arbeits- und Erholungsphasen eingeführt.

    Gleiche Regeln wie in Genf

    Für Kobler haben auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kanton St. Gallen Anspruch auf sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen. Freiwillige Empfehlungen reichten nicht aus.

    Machen dir die extremen Hitzewellen im Sommer Sorgen?

    Von der Regierung möchte Kobler konkret unter anderem wissen, ob sie bereit sei, gleiche Regelungen wie der Kanton Genf zu schaffen, auf kantonalen Baustellen sofort analoge Schutzmassnahmen einzuführen, und wie häufig die SUVA in den letzten fünf Jahren wegen ungenügender Schutzmassnahmen intervenieren musste.

    Fehlende gesetzliche Grundlagen

    Die Gewerkschaft Unia fordert eine gesetzliche Pflicht zur Arbeitsniederlegung ab 33 Grad im Schatten, da das Unfallrisiko durch Konzentrationsmängel massiv ansteigt. Die Zürcher Regierung hat eine solche Regelung wegen fehlender gesetzlicher Grundlage abgelehnt.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Gossauer Nachrichten» erschienen.

    Kommentare

    User #362 (nicht angemeldet)

    Dieser SP Mann merkt nicht das die größte Hitze schon vorbei ist. Anfangs August geht’s wieder schnell mit den Temperaturen runter. Hoffentlich nehmen diese auch übereifrigen SP-ler mit!

    User #1763 (nicht angemeldet)

    Nicht neu, einigen Jahren Klimaveränder- ung höhere Sonntemperaturen, Baustellen sogar 39Grad, auch mehr. Bauarbeiter zwingt man zum weiter arbeiten? Gesund- heitliche Beschwerden, Bauarbeiter auch keine Berufskleider?, verfide, menschen- verachtend Baufirmen, Bauarbeiter aus- nützen, gegen Arbeitsverttrag, sie rech- nen früheren Tod Mitarbeiter.

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