St. Galler Regierung erwartet bis 2029 abnehmende Defizite
Die St. Galler Regierung erwartet, dass die Defizite in der Staatsrechnung in den Jahren 2027 bis 2029 sinken werden. Erreicht werde die «mittelfristige» Stabilisierung des Staatshaushaltes dank des Entlastungspakets, das in den kommenden Jahren sinkende Ausgaben vorsieht.

Mit der Umsetzung des Entlastungspakets 2026 kann das strukturelle Defizit mittelfristig beseitigt werden, schrieb die St. Galler Regierung am Dienstag in einer Mitteilung zum verabschiedeten Aufgaben- und Finanzplan 2027-2029. Zudem könne der «sehr hohe Eigenkapitalverzehr» gebremst werden.
Das Entlastungspaket hatte der St. Galler Kantonsrat im Dezember beschlossen. Im Budgetjahr 2026 belaufen sich die Entlastungen gemäss der Regierung auf 84 Millionen Franken. Bis in das Jahr 2029 wird das Paket voraussichtlich Entlastungen im Umfang von 184 Millionen Franken bringen.
«Wir wollten mittelfristig den Staatshaushalt gesunden und es zeigt sich, dass das Entlastungspaket von rund 180 Millionen Franken seine Wirkung zeigen wird», sagte Finanzdirektor Marc Mächler (FDP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Regierung geht somit von rund 60 Millionen Franken Defizit im Jahr 2027 und von 71,4 Millionen Franken im Jahr darauf aus. 2029 dürfte der Kanton zwar weiterhin rote Zahlen schreiben, mit 16,9 Millionen Franken voraussichtlich jedoch deutlich weniger. Bei einem Gesamtumsatz von über 6,5 Milliarden Franken entspreche diese «rote Null» wieder einem ausgeglichenen Haushalt, so Marc Mächler.
Zum Vergleich: Noch Anfang 2025 hatte die Regierung einen Aufgaben- und Finanzplan mit einem Defizit von über 135 Millionen Franken für 2027 präsentiert. Erst 2028 wäre dieses Minus mit 52,2 Millionen Franken einstellig geworden.
Die finanziellen Ressourcen des Kantons St. Gallen, die bis in das Jahr 2022 auf rund 1,4 Milliarden Franken angewachsen sind und dann zurückgingen, werden weiter abnehmen. Das Eigenkapital dürfte bis 2029 auf rund 680 Millionen Franken zurückgehen. Insgesamt aber stabilisierten sich die finanziellen Ressourcen und die finanzielle Handlungsfähigkeit des Kantons bleibe sichergestellt, so die Regierung weiter.










