Solothurner Klimaschutzmassnahmen zeigen geringe Wirkung

Keystone-SDA Regional
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Solothurn,

Die Solothurner Klimaschutzmassnahmen haben bisher eine geringe Wirkung gezeigt. Zu diesem Schluss kommt ein Wirkungsmonitoring zum 2023 verabschiedeten «Massnahmenplan Klimaschutz».

Im Kanton Solothurn haben sich Unternehmen angesiedelt, die auf Recycling spezialisiert sind. Dies trägt zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. (Symbolbild)
Im Kanton Solothurn haben sich Unternehmen angesiedelt, die auf Recycling spezialisiert sind. Dies trägt zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. (Symbolbild) - KEYSTONE/APA/APA/ERWIN SCHERIAU

Die geringe Wirkung «liegt hauptsächlich an der noch nicht vollständigen Umsetzung der Massnahmen und dem kurzen Zeithorizont seit der Massnahmenumsetzung», wie das am Freitag veröffentlichte «Wirkungsmonitoring Massnahmen Klimaschutz 2024» festhält. Andererseits fokussiere die Umsetzung weitgehend auf Freiwilligkeit.

Die Treibhausgasemissionen auf Kantonsebene im Jahr 2024 beliefen sich auf 1,3 Tonnen CO2-Äquivalente. Mit dieser Masseinheit werden unterschiedliche Treibhausgase verglichen.

Acht Pakete umfasst der Massnahmenplan. Das Monitoring listet Ergebnisse von sämtlichen Paketen auf. Die getroffenen Massnahmen beim Verkehr würden sich bisher gering auf die Treibhausgasemissionen auswirken, heisst es darin zum Beispiel. Dasselbe gelte beim Hoch- und Tiefbau.

Etwas anders klingt es im Bereich Industrie und Gewerbe: Durch die kantonale Standortförderung siedelten sich Unternehmen an, die auf Recycling spezialisiert sind. So würden Treibhausgasemissionen reduziert.

Ähnlich verhalte es sich auch in anderen Bereichen: Emissionen beim Abfall verminderten sich, da die Abfallmenge sinke. In der Landwirtschaft minderten Güterzusammenlegungen die Transportwege und damit auch den Treibhausgasausstoss.

Weiter habe das Monitoring festgestellt, dass die Massnahmen «ökonomisch tragfähig und gesellschaftlich verträglich» seien. Insgesamt sei das Potenzial für eine verstärkte Wirkung in allen Bereichen des Plans als hoch einzuordnen. Etwa, wenn es mehr verpflichtende Vorgaben gebe.

In den acht Paketen des Plans sind 29 Massnahmen aufgelistet. Darunter das Stärken des öffentlichen Verkehrs auf Kantonsstrassen, das Fördern der Verwendung von Holz als Baustoff oder die Sensibilisierung der Gesellschaft.

Der Plan ist ein Element der Solothurner Klimapolitik, nebst dem Energiekonzept und dem Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel.

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