«Noch nie so extrem»: Sauerei auf Waldspielplatz sorgt für Empörung
Ein Müllberg auf einem öffentlichen Spielplatz in Rüttenen SO sorgt für Empörung. Der zuständige Forstwart ist überrascht ob dem Grad der Verschmutzung.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Facebook-Post aus Rüttenen SO sorgt für Disskusionen.
- Ein vermüllter Grillplatz erhitzt die Gemüter.
- So extrem war es noch nie, sagt der zuständige Forstwart Jonas Walther.
Ein Facebook-Post aus Solothurn sorgt für Empörung. Der Wald-Grillplatz Wengistein in Rüttenen SO wurde mit Müll verdreckt. Zu sehen sind drei Bilder. Der Ärger darüber ist gross.
Kaffeebecher, Zigipäckli, Pizzaschachteln liegen wild verstreut auf dem Grillplatz des Wald-Spielplatzes. Ein User empört sich: Es gebe «nur noch Sauhunde auf diesem Planeten».
«Schaut euch diese Bilder an – so hinterlässt man keinen öffentlichen Platz», schreibt ein anderer Bürger in der Facebook-Gruppe.
Das sei «einfach nur respektlos gegenüber der Natur und allen Familien und Leuten, die den Platz danach nutzen möchten.»
Über 400 Likes und mehr als 360 Kommentare zeigen, dass dieses Thema die Leute bewegt.

Die Kommentare schwanken zwischen Empörung und Unverständnis. Dass es vielerorts auch so aussehe und dreckig sei, macht einen User traurig.
«So extrem hatten wir es noch nie»
Jonas Walther vom zuständigen Forstbetrieb äussert sich auf Nachfrage von Nau.ch überrascht: «So extrem hatten wir es noch nie – meist sind dort nur Schulklassen oder Familien zu Besuch.»
Er vermutet, dass aufgrund des Grads der Verschmutzung ein Polterabend oder Ähnliches stattgefunden haben muss. Schon am vergangenen Pfingstwochenende habe es dort viel Abfall gehabt. Wenn auch nicht in diesem Ausmass.
Ein Problem allerdings benennt er klar: «Es gibt dort im Wald keine Abfallkübel.» Dies trage natürlich zum Müllentsorgungs-Dilemma bei.
Wir dürfen keine Bussen erteilen
Auch personell sei die Lage kompliziert: Es gebe zwar zwei Ranger, die an Wochenenden in einem 20-Prozent-Pensum dort arbeiten würden. Diese seien extra vom zuständigen Forstbetrieb engagiert worden.
Sie seien für solche Anliegen aber nur bedingt zuständig. Bei so viel Müll sollte man eher die Polizei informieren, sagt Walther. Denn die Ranger dürften keine Bussen verteilen und würden somit eher zu präventiven Massnahmen neigen.
Das Gebiet rund um den Grillplatz sei bei Touristen beliebt. Die Verenaschlucht und die angrenzenden Waldwege würden über 200`000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr anlocken, weiss der Forstwart.













