Die SP-Politikerin Sarah Akanji zieht sich nach nur einer Amtszeit auch wegen sexistischen und rassistischen Angriffen aus dem Zürcher Kantonsrat zurück.
Sarah Akanji
Sarah Akanji zieht sich aus dem Zürcher Parlament zurück. - z.V.g.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sarah Akanji wird nicht für eine zweite Amtszeit im Zürcher Kantonsrat antreten.
  • Die 29-Jährige gibt als Grund die sexistischen und rassistischen Anfeindungen an.

Im Jahr 2019 wurde Sarah Akanji mit einem Glanzresultat in den Kantonsrat gewählt. Nun tritt die Winterthurerin nach nur einer Amtszeit bereits zurück. Grund dafür sei die Häufung rassistischer und sexistischer Angriffe, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

«Als Person of Color bin ich ohnehin schon vermehrt solchen Angriffen ausgesetzt, und aufgrund meines Kantonsratsmandats hat sich die Situation nun zugespitzt. Ich musste jetzt eine Grenze ziehen», wird die 29-Jährige zitiert.

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Sarah Akanji setzt sich aktiv gegen den Sexismus im Sport ein. - SP Kanton Zürich

Neben den beleidigenden Zuschriften und Onlinekommentaren spiele auch ihr Masterstudium eine Rolle. So wolle sich voll auf die anstehende kritische Phase konzentrieren. Akanji kündigt allerdings auch an, weiterhin politisch aktiv zu bleiben. Auch eine zukünftige Kandidatur für einen Parlamentssitz schliesst sie nicht aus.

Wird der Rücktritt von Sarah Akanji die SP Zürich schwächen?

Auch Claudio Schmid wird bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten. Der Asylhardliner der SVP zieht sich nach 20 Jahren im Kantonsparlament ganz aus der Politik zurück.

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