Regierung weiss nichts Konkretes über Elitetreff «Basel Project»
Die Basler Regierung weiss nichts Konkretes zur Idee einer VIP-Grossveranstaltung namens «Basel Project», wie sie am Mittwoch vor dem Grossen Rat festhielt. Investor James Murdoch will laut dem Magazin «Vanity Fair» mit der MCH Group dieses Ideenfestival 2028 in Basel lancieren.

Der Artikel vom März schlug hohe Wellen. In den Medien war von einem zweiten World Economic Forum (WEF) Davos die Rede. Der Basler Wirtschaftsdirektor Kaspar Sutter (SP) äusserte sich in den Antworten auf zwei Interpellationen von Oliver Bolliger (Basta) und Michela Seggiani (SP) zu diesem möglichen Grossanlass.
Sutter sagte, dass der Kanton nicht involviert sei in die strategische Ausrichtung dieses Vorhabens. Es sei beim Kanton auch noch kein Gesuch um eine finanzielle Beteiligung eingegangen. Zum jetzigen Zeitpunkt seien keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons in dieses Projekt eingebunden.
Über mögliche Sicherheitskosten und die Vereinbarkeit mit den Basler Klimazielen könne die Regierung noch keine Angaben machen, da ihr noch zu wenig bekannt sei über «Basel Project». Wann konkrete Informationen folgen, liege in der Hand der privaten Initiatoren, sagte Sutter weiter. Grundsätzlich begrüsse die Regierung neue Initiativen von Privaten, die neue Begegnungen ermöglichen.
Interpellantin Michela Seggiani kam aufgrund dieser Antworten zum Schluss, dass der Einbindungsgrad des Kantons bei strategischen Entscheidungen der MCH Group gering sei. «Klar ist nur, dass alles noch unklar ist», sagte Seggiani.
Oliver Bolliger warf die Frage auf, wer denn das riesige Dispositiv bezahle, sollten sich tatsächlich die grossen Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft in Basel treffen. Bolliger kritisierte, dass die MCH Group damit die Bodenhaftung verliere und dass sich die Basler Regierung nach dem ESC und der Frauen-EM in einer «Dauer-Partylaune» befinde.
Lupa Investment Holdings LP von James Murdoch ist mit 41,9 Prozent der Aktienanteilen am stärksten beteiligt an der MCH Group, gefolgt vom Kanton mit 37,5 Prozent. Die öffentliche Hand ist mit zwei Sitzen im Verwaltungsrat vertreten.










