SRG

Ostschweizer Regierungen lehnen SRG-Halbierungsinitiative ab

Die Ostschweizer Kantonsregierungen haben sich gegen die SRG-Halbierungsinitiative ausgesprochen. Die regionale Berichterstattung würde stark eingeschränkt und so die Meinungsbildung geschwächt, schrieb die Ostschweizer Regierungskonferenz in einer Mitteilung.

Die Ostschweizer Regierungskonferenz warnt bei einer Annahme der SRG-Halbierungsinitiative vor einem grossen Schaden für die Schweizer Medienlandschaft. (Symbolbild)
Die Ostschweizer Regierungskonferenz warnt bei einer Annahme der SRG-Halbierungsinitiative vor einem grossen Schaden für die Schweizer Medienlandschaft. (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Mit der starken Reduktion der finanziellen Mittel könnte die SRG ihren Service-public-Auftrag auch in der Ostschweiz nicht mehr ausreichend erfüllen. «Eine Annahme der Initiative würde der schweizerischen Medienlandschaft grossen Schaden zufügen», hiess es in der Mitteilung vom Mittwoch weiter.

Eine ausgewogene und regionale Berichterstattung sei für die direkte Demokratie in der Schweiz von grosser Bedeutung. «Nur wenn die Bevölkerung in allen Landesteilen verlässlich auch über das regionale Geschehen informiert wird, kann eine fundierte Meinungsbildung stattfinden.»

Mit der Annahme der Initiative wäre die italienisch- und rätoromanischsprachige Ostschweiz besonders stark von einer Reduktion der Präsenz der SRG betroffen. Einschnitte wären auch bei der Berichterstattung über Sportanlässe wie Schwingfeste, den CSIO St. Gallen oder den Engadiner Skimarathon die Folge, schrieb die Ostschweizer Regierungskonferenz weiter. Ihr gehören die Kantone St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Schaffhausen, Glarus sowie die beiden Appenzell an.

Wirst du die Halbierungsinitiative annehmen?

Die Schweizer Stimmberechtigten stimmen am 8. März über die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» ab. Diese verlangt die Senkung der Radio- und Fernsehgebühren für Haushalte von derzeit 335 auf 200 Franken.

Die Initianten argumentieren, es brauche eine Entlastung der Haushalte in Zeiten steigender Krankenkassenprämien und Mieten. Schweizerinnen und Schweizer zahlten heute die weltweit höchsten Radio- und TV-Gebühren. Entlastet werden sollten namentlich junge Menschen, die Medienangebote finanzieren müssten, die sie nicht konsumierten.

Kommentare

User #4584 (nicht angemeldet)

Hier seine Meinung kund zu tun ist etwa so sinnfrei, wie abstimmen zu gehen. Aber nur so viel: In der Schweiz leben viele Masochisten, die bezahlen gern viel für immer weniger Leistung und haben dafür die wirrsten Argumente. Zwangsabgaben funktionieren nur in einem Wohlstandsverwöhnten Land, die Schweiz, welche in Sachen Preiserhöhung sowieso nur eine Richtung kennt, allerdings auch, mit einem bescheidenen Widerstand diesbezüglich. Nun, ich bezahl gern weniger, vor allem für einen Service, den ich gar nicht nutze, für einen Service, der immer nutzloser wird, für einen Service, dessen Inhalte eher zum fremdschämen sind. TV ist für mich eher, zwanghaft Werbung schauen zu müssen und dafür bezahl ich sonst schon 100.-, damit ich überhaupt diese Sender bekomme. Aber, Gott sei Dank, nutze ich noch das Angebot meiner Filmsammlung, also nein, ich brauche keine Zwangsabgaben, abfahre!!!

User #2747 (nicht angemeldet)

Welche Meinungsbildung? Es gibt ja anscheinend nur noch eine, alles andere wird ja mit allen mittel bekämpft von RG

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